Ringen mit der elterlichen Fürsorge

Die Eltern Fran und Bob erdrücken ihre erwachsenen Kinder mit ihrer Fürsorge. (Foto: TfN)

Im Theater am Berliner Ring ist das Stück "Dinge, die ich sicher weiß" zu sehen

BURGDORF (r/fh). Am Freitag, 12. April, ist im Theater am Berliner Ring das Stück „Dinge, die ich sicher weiß“ von Andrew Bovell zu sehen. Die Aufführung beginnt um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums, Berliner Ring 27. Um 19.30 Uhr beginnt eine kostenlose Einführung in das Bühnengeschehen. Eintrittskarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862, und über die Internetseite www.vvvburgdorf.de erhältlich.
In dem Gastspiel des Theaters für Niedersachsen (TfN) geht es um die sechsköpfige Familie Price. Die 19-jährige Tochter Rosie (Lilli Meinhardt) hat ihre langersehnte Weltreise abgebrochen und ist in das sichere Nest ihrer Kindheit zurück geflüchtet und kämpft jetzt daum, ihren Platz im Leben zu finden. Auch ihre ebenfalls erwachsenen Geschwister Pip (Katharina Wilberg), Mark (Jonas Kling) und Ben (Jonas Nowack) ringen mit der liebevollen Fürsorge ihrer Eltern, deren Erwartungen sie nicht mehr erfüllen wollen oder können. Und wie geht es für die Eltern Bob (Gotthard Hauschild) und Fran (Simone Mende) weiter, wenn auch das letzte Kind ausfliegt?
Der preisgekrönte und international erfolgreiche australische Autor Andrew Bovell thematisiert in seinem 2016 in London uraufgeführten Schauspiel auf poetische und zugleich zutiefst ehrliche Weise essentielle Erfahrungen. Große Liebe hält diese Familie zusammen, und treibt sie doch auch auseinander. Schnell tauchen die Zuschauer ein in das komplexe Beziehungsgeflecht aus starken Bindungen, ungelebten und realisierten Träumen der Familie Price, deren Gleichgewicht immer wieder ins Schwanken gerät. Bei der TfN-Inszenierung führt Jörg Gade Regie.