Renovierung startet nach den Ferien

Mitglieder des Kirchenvostandes der Martin-Luther-Gemeinde bauen in Eigenarbeit das Podest im Gemeindesaal ab. (Foto: privat)
 
Großer Auftritt für die Otzer Esel von Antje Midasch-Kaske: Teile der Bühne aus dem Gemeindesaal haben einen neuen Platz in ihrem Auslauf gefunden. (Foto: privat)

Die Martin-Luther-Gemeinde will ihren Gemeindesaal erneuern / Große Spendenbereitschaft

Ehlershausen (fh). Im Spätsommer will die Martin-Luther-Gemeinde ihren Gemeindesaal sanieren lassen. Das hat Pastorin Susanne Paul bereits vor ziemlich genau einem Jahr angekündigt und zusammen mit dem Kirchenvorstand begonnen, Spenden für dieses Vorhaben zu sammeln. Und das Projekt ist allem Anschein nach auf einem guten Weg: Die Gesamtkosten fallen voraussichtlich sogar geringer aus, als erwartet – statt der ursprünglich kalkulierten 50.000 Euro werden voraussichtlich nur 40.000 Euro benötigt. „Wir haben kürzlich schon in Eigenarbeit die Bühne ausgebaut und dabei festgestellt, dass der Fußboden darunter nicht renoviert, nur gut aufgearbeitet werden muss“, begründet Sylvia Feil vom Kirchenvorstand.
Die Finanzierung ist damit gesichert: Vom Kirchenkreis Burg­dorf gibt es einen Zuschuss von 10.000 Euro, die restlichen 30.000 Euro steuern Gemeindemitglieder und Sponsoren bei. „Die Summe haben wir jetzt sehr genau erreicht. Wir sind von der Spendenbereitschaft begeistert“, lobt Pastorin Paul. Es werde noch geschaut, ob das Budget auch für einige zusätzliche Wünsche wie neue Stuhlkissen und lichtundurchlässige Gardinen reiche; andernfalls werde der Kirchenvorstand noch einmal um Unterstützung bitten.
Und nicht nur das Ergebnis der Spendensammlung kann sich sehen lassen – bisher gibt es auch keinerlei Verzögerungen. Vom 27. Juli an sollen wie geplant die Handwerker anrücken und zunächst Decke und Trennwand abbrechen. „Für dieses Datum haben wir uns entschieden, weil dort vorher noch die Ferienbetreuung für Grundschüler stattfindet, wenn auch dieses Jahr wegen der Corona-Epidemie nur halbtags und in kleineren Gruppen“, begründet Paul.
Sie selbst wird die Renovierung nicht mehr begleiten. Denn zum 1. August verlässt sie die Martin-Luther-Gemeinde und übernimmt bei der Landeskirche Hannover die Leitung des Frauenwerks. „Da es noch keinen Nachfolger gibt, bleibt vermutlich erst einmal eine ganze Menge Arbeit am Kirchenvorstand hängen“, prognostiziert Paul. Auch bei der Renovierung werde er die Regie übernehmen.
Und folgende Maßnahmen sind geplant: Die Decke des Gemeindesaals erhält einen neuen Trockenbau, außerdem wird dort die Elektrik erneuert und die alten Glühbirnen werden gegen energiesparende und dimmbare LED-Leuchten ausgetauscht. Die Wände bekommen einen frischen, hellen Anstrich und im Windfang wird durch eine Leichtbauwand ein Getränkelager abgeteilt, sodass die Kisten künftig nicht mehr im Stuhllager im Weg herumstehen.
Für das Projekt plant die Gemeinde etwa sechs Wochen ein. „Es sollte zum Gemeindefest am 12. September fertig sein“, sagt Paul. Wegen der Corona-Epidemie stehe nun zwar nicht fest, ob und gegebenenfalls wie das Fest stattfinden könne – trotzdem wolle man an dem Zieldatum festhalten.
Errichtet wurde der Gemeindesaal im Jahr 1968 und er hat sich zum Herzstück der Gemeinde entwickelt. Dort finden ganz unterschiedliche Veranstaltungen statt wie beispielsweise Lesungen, Treffen des Seniorenkreises, das Frauenfrühstück und eben die Ferienbetreuung.