Reifenstapel im ehemaligen Bus-Depot brennt lichterloh

Das Eindringen in einen geschlossen Brandraum ist brisant und erfordert höchste Konzentration. Der Angriffstrupp Florian Hoff und Daniel Barduni geht schulmäßig vor. (Foto: Otmar Brandes (Feuerwehr Hänigsen))

Feuerwehrübung der Hänigser Feuerwehr

HÄNIGSEN (r/jk). Dichter beißender Rauch drang aus dem ehemaligen Bus-Depot der Firma Bachstein (Kraftverkehr) in Hänigsen am Friedhofsweg. Dazu wurden vier Personen im Gebäude vermisst, für die Lebensgefahr bestand. Darüber hinaus lag der Brandort in Nachbarschaft zu einer Kfz-Werkstatt mit Tankstelle am Burgdorfer Berg. Für die eingesetzten Hänigser Feuerwehrleute zunächst eine brisante Lage, die sich allerdings als eine Feuerwehrübung der gesamten Hänigser Ortswehr mit vier Fahrzeugen und 32 Feuerwehrleuten darstellte.
Der Rauch war mit einer Nebelmaschine erzeugt worden und somit tatsächlich vorhanden. Eine komplexe Lage mit Personensuche und Menschenrettung mit gleichzeitiger Brandbekämpfung und Riegelstellung zur Rettung des benachbarten Kfz-Betriebes war konstruiert worden. Erster am Brandort war Zugführer Tobias Jacob mit dem Einsatzleitwagen, der schnell die Lage erkundet hatte und Aufträge per Funk gab. Als erstes wurde der TLF 16 mit Gruppenführer Tobias Schüttauf eingesetzt, der den Angriffstrupp Florian Hoff und Daniel Barduni mit schwerem Atemschutz zur Personensuche in das Gebäude schickte. Das nachrückende LF 8 unter Führung von Eric Rennau musste Wasser über eine lange Wegstrecke aus dem Gebiet Dornbusch heranführen, wozu über die vielbefahrene Straße Burgdorfer Weg Schlauchbrücken mit Verkehrssicherung gelegt werden mussten, um den Fahrzeugverkehr so wenig wie möglich zu behindern. Das dritte Fahrzeug, der TLF 15, mit Gruppenführer Horst Feldmann hatte die Aufgabe vom Birnbaumfeld Wasser aus einem Standrohr zu entnehmen und mit einer Riegelstellung die Ausbreitung des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Alles in allem eine Lage, die von allen viel abverlangte und bei der ziemlich alles an Material eingesetzt werden musste, was die Feuerwehren einsetzen können. Sie wurde ruhig und ohne Hektik abgearbeitet und die vermissten Personen Hendrik Meyer, Hagen Meyer, Hendrik Schwenke und Tom Rennau aus der Jugendfeuerwehr wurden auch gerettet.
„Wir werden nun öfter solche Übungen mit der gesamten Wehr unter realistischen Bedingungen durchführen“, sagte Ortsbrandmeister Udo Möller. Die Beobachter Torsten Andresen, Udo Möller, Henning Meyer und Klaus Stutzke hatten einige Fehler festgestellt. „Hieran werden wir arbeiten, theoretische Ausbildung und Übungen unter Einsatzbedingungen sind eben zweierlei“, resümierte Torsten Andresen in einer Nachbesprechung. Gemeindebrandmeister bedankte sich für das engagierte Vorgehen aller Freiwilligen Wehrleute. Obwohl momentan genügend Wehrleute vorhanden sind, kann die Ortswehr Hänigsen übrigens Nachwuchs ab 16 Jahren in ihren Reihen gebrauchen.