Region fördert Integrationsprojekte

Burgdorfer Mehrgenerationenhaus, Diakonieverband und Gemeinde Uetze erhalten Unterstützung

Burgdorf/Uetze (r/fh). Geflüchtete Kinder und Jugendliche bei ihrer Ankunft begleiten, Menschen aus anderen kulturellen und politischen Kontexten mit den Grundlagen der Demokratie vertraut machen und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe unterstützen: Die Region Hannover fördert aus den Mitteln des Integrationsfonds 2021 drei Projekte in Burgdorf und Uetze. Regionsweit hatten sich Vereine und Einrichtungen diesmal mit 67 Projekten beworben, von denen 31 eine finanzielle Unterstützung erhalten. Insgesamt erhalten sie Fördergelder in Höhe von rund 146.000 Euro.
Mit dem Projekt "Neu in 2021" möchte das Burgdorfer Mehrgenerationenhaus (BMGH) geflüchtete Kinder und Jugendliche bei ihren ersten Schritten in Burgdorf begleiten und ihnen helfen, sich an der Schule und in der Gesellschaft zurechtzufinden. Als zwischen 2016 und 2018 eine große Zahl von Flüchtlingen nach Deutschland kam, habe es vielfältige Angebote und Hilfen gegeben. "Aber auch jetzt kommen vor allem im Rahmen des Familiennachzugs noch jeden Monat geflüchtete Kinder nach Burgdorf. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 25", sagt die Leiterin des Mehrgenerationenhauses Ursula Wieker.
Doch es gebe zusehends weniger Mittel und Hilfsstrukturen für sie. Um sie dennoch nicht allein zu lassen, will das Mehrgenerationenhaus ihnen und ihren Familien ehrenamtliche Paten zu Seite stellen. Für die Organisation im Hintergrund soll ein Koordinator engagiert werden, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Für das Honorar sowie die Sachkosten, beispielsweise für gemeinsame Ausflüge und andere Aktionen, veranschlagt das Mehrgenerationenhaus insgesamt 14.900 Euro, davon übernimmt die Region 8.900 Euro.
Der Diakonieverband Hannover-Land will in Burgdorf die Veranstaltungsreihe "Demokratie Leben" anbieten. Es soll insbesondere Geflüchteten Wissen über Föderalismus, Parteienvielfalt, Gewaltenteilung und Medien vermitteln. Von den Gesamtkosten in Höhe von 2075 Euro übernimmt die Region 1800 Euro.
Die Gemeinde Uetze will den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe weiterhin Begleitung und Unterstützung anbieten. "Im Gespräch mit den Beraterinnen und Beratern wird deutlich, dass die Ehrenamtlichen durch das Angebot in Abgrenzungen und Konftliktaufarbeitung gestärkt werden und bleiben dadurch für ein dauerhaftes Engagement motiviert", heißt es in der Antragsbegründung.
Nachdem das Projekt bereits 2018 und 2019 aus dem Integrationsfonds der Region gefördert worden war, hatte die Gemeinde für 2020 eine Absage erhalten. Um das Angebot trotzdem aufrecht zu erhalten, konnte sie kurzfristig auf andere Mittel zurückgreifen, die für 2021 aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Nun hat die Region wieder eine Förderung aus dem Integrationsfonds bewilligt. Sie übernimmt die Kosten in Höhe von 3000 Euro komplett, die Gemeinde muss keinen Eigenanteil übernehmen.