Realschule hat einen festen Platz in der Burgdorfer Schullandschaft

Rektorin Karin Lütjen will auch künftig an der nunmehr 150-jährigen Realschule Burgdorf einen guten Geist pflegen und walten lassen. (Foto: Georg Bosse)

Ehemalige Stadtschule feiert als Realschule Burgdorf 150 Jahre bewegtes Bildungsleben

BURGDORF (gb). Mit einem unterhaltsamen Festakt und anschließendem Empfang, dem ein ökumenischer Gottesdienst in der benachbarten katholischen St. Nikolauskirche vorangestellt war, hat sich die Realschule Burgdorf am vergangenen Freitag in ihre Jubiläumswoche zum 150-jährigen Bestehen hinein gefeiert. Über 250 Gäste, darunter Bürgermeister Alfred Baxmann, der Erste Stadtrat Dagobert Strecker, der Abteilungsleiter „Schule, Sport & Kultur“, Ernst-August Beneke, sowie eine Abordnung der Partnerschule „Collège Lemière“ aus dem nordfranzösischen Caen (Basse-Normandie), hatten sich in der großen Sporthalle eingefunden, um der ältesten Lehranstalt der Auestadt ihre Ehre zu erweisen.
Horst Gohla und Traude Minke hatten mit der jugendlichen Theater-AG des Johnny B. die Aufgabe übernommen, die zahlreichen ehemaligen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im Laufe der Festveranstaltung auf eine szenisch dargestellte Zeitreise ins Schuljahr 3011mitzunehmen. In schutzanzugähnlichen Plastikschuluniformen nahm sich die Klasse die Realschulgeschichte vor und stieß dabei unter anderem auf Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ und ein „B“ wie „Baxmann“. Burgdorfs amtierender Bürgermeister hatte zu Beginn seiner Lehrerkarriere auch Spuren in der Realschule hinterlassen. „Die Bildungsstätte hat seit ihrer Gründung als 1. Stadtschule im Jahre 1861 eine wechselvolle Geschichte erlebt. Sie musste Widerstände überwinden und um ihre Existenz kämpfen. Heute gehört die Realschule zu den prägenden Faktoren in der Burgdorfer Schullandschaft, der man bereits ein überzeugendes pädagogisches Klima bescheinigt hat“, sagte Alfred Baxmann in seinem Redebeitrag. Die Realschule sei eine Schule „ohne Name“, die sich aber längst einen guten Namen gemacht habe. „Hier findet attraktives Schulleben statt“, so das Stadtoberhaupt.
Man sei keine Eliteschule, sondern eine normale Lehrstätte, merkte Karin Lütjen an, die derzeit das Amt der Schulleiterin inne hat. Sie freute sich, dass so viele Gäste erschienen waren und erinnerte bei dieser Gelegenheit auch an die mittlerweile 20-jährige Partnerschaft mit dem „Collège Lemière“ aus Frankreich. „Schule ist immer Veränderungen unterworfen. Heute besitzt die Realschule Burgdorf einen multikulturellen Hintergrund. Und wir wollen hier auch in Zukunft einen guten Geist pflegen und walten lassen“, versicherte Karin Lütjen.