Rauschbrille und Rettungswagen

Beim Selbsthilfetag können sich Interessierte auf dem Spittaplatz über die unterschiedlichen Gruppen informieren. (Foto: Archiv/Georg Bosse)

Beim Burgdorfer Selbsthilfetag stellen sich auf dem Spittaplatz viele Gruppen vor und bieten Mitmachaktionen an / Programm mit Musik und Tanz

BURGDORF (r/fh). Unter dem Motto "Brücken bauen" findet am Samstag, 31. August, der diesjährige Burgdorfer Selbsthilfetag statt. Von 10 bis 14 Uhr werden sich auf dem Spittaplatz viele örtliche Selbsthilfegruppen vorstellen. Dazu gibt es ein umfangreiches Programm mit Glücksrad, Kinderschminken und Musik. Im Laufe des Vormittags treten unter anderem der Shanty-Chor und die Tanzgruppe der Kindertagesstätte Villa Mercedes auf. Es gibt außerdem die Möglichkeit, einen Rettungswagen zu besichtigen, seinen Blutdruck messen zu lassen und mit einer Rauschbrille die Wahrnehmung nach dem Konsum von Alkohol zu testen.
An den Infoständen stellen sich unterschiedliche Selbsthilfegruppen vor, die den Fokus jeweils auf eine bestimmte Krankheit und den möglichen Umgang damit richten, unter anderem Diabetes, Prostatakrebs, Mulktiple Sklerose und Schlaganfall. Mehrere Gruppen beschäftigen sich mit Suchterkrankungen, wie beispielsweise die Anonymen Alkoholiker, das Blaue Kreuz und der Montagstreff. Außerdem sind auf dem Selbsthilfetag auch Verbände wie der SoVD, das DRK und Beratungsstellen wie der Senioren- und Pflegestützpunkt der Region Hannover vertreten.
In den Selbsthilfegruppen engagieren sich vor allem Menschen, die eine chronische Krankheit oder eine Behinderung haben oder die eine besondere Lebenssituation meistern müssen. "Die Gruppen bieten Halt, entwickeln gemeinschaftliche Problemlösungen und bilden Hilfsnetze. Dadurch leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung persönlicher Probleme, zu sozialer Integration und zu gesellschaftlicher Teilhabe", so Ullrich Weber, Sprecher der Gemeinschaft "Selbsthilfe in der Region Hannover - Burgdorf und Umgebung", die den Tag in Abstimmung mit den Gruppenleitern organisiert.
Und genau das spiegele sich auch in dem Motto "Brücken bauen" wider. "Wo immer eine Brücke gebaut wird, dient diese dazu Verbindungen herzustellen, Wege zu ebnen, Verständigungen zu erleichtern und Kontakte zu knüpfen", so Weber. Das Engagement in der Selbsthilfegruppe trage dazu bei, dass Menschen, auch wenn sie Einschränkungen hinnehmen müssen, ihr Leben so weit es geht, selbstbestimmt gestalten könnten.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.gemeinsam-gehts-leichter.de.