„Rasante medizinische Entwicklung – wo bleibt der Mensch?“

Wann? 05.05.2010 19:00 Uhr

Wo? Stadtmuseum, Schmiedestraße 6, 31303 Burgdorf DEauf Karte anzeigen
Burgdorf: Stadtmuseum |

Vortrag von Dr. Julian Mall zur Medizin-Ausstellung im Stadtmuseum

BURGDORF (r/jk). Die medizingeschichtliche Schau „Von der Ameise zur Schlüsselloch-Chirurgie“ portraitiert im Stadtmuseum bis zum 6. Juni die eindrucksvolle und beachtliche Entwicklung der chirurgischen Behandlungstechniken im Verlauf von 1000 Jahren Medizingeschichte und 100 Jahren Medizintechnik. Die ausgestellten chirurgischen Instrumente und ärztlichen Hilfsmittel sind imponierende Zeugen des behandlungstechnischen Fortschritts im Heilungswesen.
Die Veranstalter, VVV und Stadt Burgdorf, haben bis zum Ausstellungsende am 6. Juni ein anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm zusammengestellt, das Vorträge, Vorführungen und Schauoperationen umfasst. Am Mittwoch, 5. Mai, laden die Veranstalter zu einem Vortrag von Dr. Julian Mall zu dem Thema „Rasante medizinische Entwicklung – wo bleibt der Mensch ?“ ein. Beginn ist um 19.00 Uhr. Teilnehmerkarten sind bei Bleich Druck und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862 erhältlich.
Der Referent ist Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Klinikums Großburgwedel und des Oststadt-Heidehauses. Die Zusammenstellung der Medizinausstellung hat er mit sachkundiger Beratung unterstützt und den Einführungsvortrag bei der offiziellen Eröffnung gehalten. Er blickt auf eine mehr als 10-jährige Erfahrung an der chirurgischen Universitätsklinik der Charité Berlin zurück. In seinem Vortrag stellt er neu entwickelte, zukunftsweisende Operationstechniken vor, die er als Chirurg in Hannover bereits bei zahlreichen Operationen erfolgreich angewendet hat. Im Mittelpunkt dieser chirurgischen Zukunftstechnologien steht das Ziel, für den Eingriff die natürlichen Körperöffnungen zu nutzen und auf Einschnitte und OP-Nähte vollständig zu verzichten. Dr. Mall geht dabei auch auf die immer höher werden finanziellen Belastungen ein, die für die Krankenhäuser mit der Einführung dieser innovativen Techniken verbunden sind. Er stellt die Frage, wie die Kliniken zukünftig die Problematik bewältigen können, ihren Finanzhaushalt ausgeglichen zu halten und gleichzeitig die neuesten, in der Anschaffung teuren Behandlungstechniken zum Wohle der Patienten anzuwenden.
Das Stadtmuseum (Schmiedestraße 6) öffnet sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr. Gruppenführungen können auch an den Wochentagen vereinbart werden. Ansprechpartner ist VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich, Tel. 05136/1862.