Radverkehrskonzept soll Fahrradnutzung erhöhen und Sicherheit verbessern

Für Radfahrer könnte besser die ruhige Hannoversche Neustadt als sicherere Ost/West-Linie genutzt werden. (Foto: Georg Bosse)

Verkehrszählung im Mai für das Burgdorfer Radverkehrskonzept

BURGDORF (gb). Das in Burgdorf bestehende, etwa 120 Kilometer umfassende Radwegenetz werde gut angenommen, aber es es habe zu viele Verbindungen, die seine Länge auf rund 300 Kilometer „aufblähen“, sagte Dipl.-Geografin Elke Willhaus von der Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) aus Hannover vor den anwesenden Mitgliedern des Arbeitskreises (AK) „Radverkehrskonzept“. Willhaus und ihre Kollegin, Dipl.-Ing. Landschaftsplanung Heike Prahlow, wollen mit Bürgern und der Stadtverwaltung an einem Radwegenetz stricken, an dessen Ende eine (weitere) Steigerung der Fahrradnutzung sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr Burgdorf stehen. Denn für Radler in Burgdorf bestehen erhebliche, durch den Kraftfahrzeugverkehr und den straßenbaulichen Zustand verursachte, Sicherheitsmängel.
Zu dieser Thematik hatte bereits im September vergangenen Jahres ein Workshop stattgefunden, aus dem die beiden Gutachterinnen zirka 30 Anregungen zu (rad-)verkehrlichen Aspekten mitgenommen hatten. Die Netzkonzeption sieht vor, die Anbindung aller Stadtteile und benachbarten Ortschaften an die Kernstadt zu gewährleisten. Dafür sei aber die Gartenstraße als Ost/West-Achse denkbar ungeeignet, gab Fritz Bredemeier vom örtlichen Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zu bedenken, der dafür eher die Linie „Am Wall/Hannoversche Neustadt“ favorisiert. Sicherheit für Radfahrer habe auch etwas mit dem Ausbaustandard der Radwege hinsichtlich Belag und Breite zu tun, unterstrich Elke Willhaus. „Abgesehen davon, dass Tempo 30-Zonen sowie auch die auf 20 Kilometer pro Stunde limitierten Stadtstraßen von Radfahrern genutzt werden können, wollen wir trotzdem eine gezielte Führung, um die beschränkten kommunalen Mittel für die Sicherheit des Fahrradverkehrs einsetzen zu können“, erklärte Burgdorfs Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst.
Die nächste AK-Sitzung zum Radverkehrskonzept wird sich mit dem Ergebnis einer Radverkehrszählung beschäftigen, die im Mai in der Innenstadt und in den Burgdorfer Ortschaften durchgeführt werden soll.