Punktesystem für Kita-Plätze

Weil es jedes Jahr mehr Anmeldungen als Kitaplätze gibt, soll für die Vergabe ein Punktesystem eingeführt werden. (Foto: Symbolbild/Pixabay)

Rat spricht sich dafür aus, die Vergabe für die Eltern transparenter zu gestalten

Burgdorf (fh). Weil es in Burgdorf nicht ausreichend Plätze in den Kitas und in der Kindertagespflege gibt, muss die Stadt Jahr für Jahr entscheiden, welche Kinder aufgenommen werden und welchen Familien sie eine Absage erteilt. Die Fraktion der Freien Burgdorf hat bei der jüngsten Ratssitzung Mitte Dezember den Vorschlag eingebracht, dafür ein Punktesystem einzuführen, um die Vergabekriterien für die Eltern transparenter zu machen.
Nach gängiger Praxis wäre der Antrag dann eigentlich zur weiteren Diskussion in den zuständigen Fachausschuss für Jugendhilfe und Familien überwiesen worden. Doch in diesem Fall wollte der Ratsherr Rüdiger Nijenhof von den Freien Burgdorfern keine Zeit verlieren und bat um eine sofortige Abstimmung. Die übrigen Fraktionen folgten seinem Wunsch und erteilten der Verwaltung einstimmig den Auftrag, ein Punktesystem auszuarbeiten.
In ihrer Satzung für die Kindertagesstätten hat die Stadt bereits Kriterien für die Vergabe festgelegt. Bevorzugt werden demnach zum Beispiel Alleinerziehende, die berufstätig sind, beziehungsweise Familien, in denen beide Eltern arbeiten. Außerdem haben Kinder Vorrang, wenn sie von der Krippen- in eine Kindergartengruppe derselben Einrichtung wechseln sollen oder wenn bereits ein Geschwisterkind in der jeweiligen Einrichtung betreut wird. Aber auch soziale und familiäre Notlagen werden berücksichtigt.
Doch welche Kriterien im Einzelfall wie in die Entscheidung einfließen, sei für viele Familien nicht plausibel, kritisiert Nijenhof. "Es bleibt undurchsichtig und meist wenig nachvollziehbar, warum welches Kind in welcher Einrichtung einen Platz bekommen hat oder eben nicht bekommen hat", heißt es in der Antragsbegründung. Ein Punktesystem schaffe zwar keine zusätzlichen Kita-Plätze, könne ihre Vergabe aber zumindest möglichst transparent und gerecht gestalten.