Profis am Gymnasium Lehrte

Die Profis, wie Recke Kai Häfner, wurden mit donnernden Applaus begrüßt.

Aktionstag mit Spielern von Hannover 96, den Recken und einem Schiri

VON DANA NOLL

LEHRTE. „91...92...93...94...95....96!“, schallt der Hannover 96-Schlachtruf durch die Turnhalle in der Schlesischen Straße. Dann wurden die Handys gezückt – die an diesem Tag ausnahmsweise erlaubt waren! Denn die Schüler am Gymnasium Lehrte begrüßten am vergangenen Dienstag ganz besondere Gäste. Im Rahmen von „Profis an der Schule“ kamen Bundesliga Schiedsrichter Robert Schröder, die Hannover 96-Kicker Pirmin Schwegler und Matthias Ostrzolek sowie die Recken Sven-Sören Christophersen und Kai Häfner vom TSV Hannover Burgdorf an die Schule.
Der Sportfachbereich des Gymnasiums hatte einen Aktionstag organisiert, der einen guten Mix aus Information, Unterhaltung und ganz viel sportlichen Mitmachaktionen bot.
Klaus Sidortschuk versprach in seinem Grußwort einen „phantastischen Tag im Zeichen des Sports.“ „Die Profis lassen sich heute einmal hautnah erleben. Ich weiß, dass sie für viele von euch sportliche Vorbilder sind, aber dahinter steht auch viel Training“, so Lehrtes Bürgermeister weiter.
Los ging es am Vormittag mit einer Podiumsdiskussion, bei der die Profis den Schülern Rede und Antwort standen. Im Vorfeld hatten die Mädchen und Jungen über 100 Fragen zusammen getragen. So wollte Patricia aus der Klasse 8a wissen, „wie die Sportler den Druck aushalten, ihren Fans immer gerecht zu werden.“ Jan aus der 7c interessierte, „ob man nervös ist, wenn man in ein ausverkauftes Stadion läuft.“
Bei der Antwort waren sich die Profis einig: „Es ist immer ein Höhepunkt und ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man in ein Stadion läuft und die Fans jubeln!“
Gymnasiast Sören fragte, „wie sich die Spieler auf ein Spiel vorbereiten und ob es bestimmte Rituale gibt?“ Kai Häfner von den Recken verriet, „dass es durchaus die merkwürdigsten Rituale unter den Spielern gibt.“
„Es gibt bestimmte Mechanismen, die für jeden wichtig sind und Sicherheit geben, ob es ein bestimmtes Essen vor dem Spiel ist oder auch ein ganz bestimmter Schuh, den man tragen muss“, so Kai Häfner. „Ich habe sogar erlebt, dass Spieler an Batterien geleckt oder Tennisbälle geworfen haben“, fügt er schmunzelnd hinzu.
Auch Anekdoten zu ihrer Schulzeit konnten die Schüler den Profis entlocken. So verriet Sven-Sören Christophersen, dass neben Sport auch Biologie und Deutsch zu seinen Lieblingsfächern zählten. Auch Matthias Ostrzolek erinnert sich gern an seine Schuljahre:“Es war eine tolle Zeit. Ich habe mich dort immer wohl gefühlt.“
Auch bei Niederlagen rieten die Profi-Sportler, „einfach stark bleiben und weiter zu machen – das ist nicht nur auf dem Spielfeld wichtig!“