Premiere: Eucharistiefeier im Burgdorfer Stadtpark

Der Auftakt zur diesjährigen Fronleichnamsprozession der St. Nikolaus-Pfarrgemeinde fand mit Pfarrer Martin Karras erstmals unter freiem Himmel im Burgdorfer Stadtpark statt. (Foto: Georg Bosse)

Fronleichnamsprozession zog durch die Burgdorfer Innenstadt

BURGDORF/BURGWEDEL/UETZE (gb). Mit bangen Blicken gen wolkenverhangenem Sommerhimmel hat die Römisch-katholische St. Nikolaus-Pfarrgemeinde am vergangenen Sonntag ihren Gottesdienst erstmals im Burgdorfer Stadtpark gefeiert. Anschließender zog die Prozession anlässlich des Fronleichnamstags, der in diesem Jahr auf den 19. Juni fiel, erstmals durch die Burgdorfer Innenstadt.
Dieser Eucharistiefeier, eine besondere Danksagung in Form des Abendmahls, die erste unter freiem Himmel in Burgdorf, am Fuße des Rodelbergs wohnten etliche Katholiken aus Burgdorf, Burgwedel und Uetze bei. Und der wohlriechende Duft von Weihrauch zog flüchtig durch ihre Reihen, als Pfarrer Martin Karras sagte: „Das Fronleichnamsfest ist eine „Demo“ für das, wofür wir stehen. Aber dafür müssen wir auch unseren Verstand und unsere Herzen öffnen.“
Nach dem Open air-Gottesdienst setzte sich die Fronleichnamsprozession durch den Burgdorfer Schlosspark und über den Spittaplatz zum Altar auf den Stufen des historischen Rathauses I an der Marktstraße, der vom Familienkreis der St. Paulus-Kirchengemeinde Großburgwedel gestaltet worden war, in Bewegung.
Im Zug wurde das in der katholischen Kirche am häufigsten verwendete liturgischen Schaugefäß, die Monstranz, mitgeführt, in dem die geweihte Hostie feierlich gezeigt wurde. Der Einsatz der ersten Monstranzen wird auf das Fronleichnamsfest datiert, das beim Konzil von Vienne/Isère (Frankreich) 1311 eingeführt wurde.
Die von der Polizei begleitete Prozession durch die Innenstadt ob des „Hochfestes des heiligsten Leibes und Blutes Christi“ endete Im Langen Mühlenfeld, wo abschließend das alljährliche Gemeindefest im Pfarrgarten stattfand.