Planungen für Baugebiet dauern an

Am Ortsrand von Ehlershausen soll auf der Ackerfläche zwischen Ehlershäuser Weg und Ramlinger Straße bald ein Neubaugebiet entstehen.
 
Das neue Baugebiet wird bis an die Ecke Ehlershäuser Weg/Imkers Gehege heranreichen.

Ratsbeschluss zum Ehlershäuser Weg frühestens im Juni möglich / Danach soll der Grundstücksverkauf beginnen

Ehlershausen (fh). Wer sich für ein Grundstück im Neubaugebiet am Ehlershäuser Weg interessiert, muss sich noch etwas gedulden: Die Vermarktung kann frühestens ab dem Sommer beginnen. Denn nach der ersten öffentlichen Auslegung hat die Stadt im Entwurf des Bebauungsplan noch einmal einige Änderungen vorgenommen. Deshalb soll die überarbeitete Fassung nun vom 8. Februar bis 12. März noch einmal öffentlich ausgelegt werden und auch die Behörden und anderer Träger öffentlicher Belange bekommen erneut Gelegenheit, Stellung zu nehmen.
Der Rat könnte den Bebauungsplan dann frühestens im Juni beschließen, teilt Stadtsprecherin Alexandra Veith auf Anfrage mit. Voraussetzung sei, dass sich kein wesentlicher Änderungsbedarf mehr ergebe und weder Verwaltung noch Politik durch die Corona-Epidemie ausgebremst würden. Sobald der Bebauungsplan durch ortsübliche Bekanntmachung rechtskräftig sei, solle die Vermarktung zeitnah beginnen.
In dem Baugebiet sind 36 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser oder Bungalows vorgesehen. Den Kaufpreis und die Kriterien, nach denen sie vergeben werden, legen die Kommunalpolitiker fest. "So haben wir das in der Vergangenheit bei allen kommunalen Baugrundstücken praktiziert", erläutert Veith.
Im Zentrum des Gebiets sollen außerdem Mehrfamilienhäuser mit rund 30 Wohnungen entstehen. Auch dabei werden die Kommunalpolitiker entscheiden, welche Anforderungen sie an künftige Investoren stellen wollen. "Bei den Mehrfamilienhausgrundstücken erfolgt auch die abschließende Verkaufsentscheidung dann in der Regel über die zuständigen politischen Gremien", ergänzt die Stadtsprecherin.
Und welche Änderungen haben sich im Bebauungsplan gegenüber der ersten Entwurfsfassung ergeben? Ein Knackpunkt sind vor allem die Grundstücke direkt am Ehlershäuser Weg. Um die dortige Baumreihe soweit wie möglich zu erhalten, schreibt die Stadt jetzt vor, dass die Grundstückszufahrten dort maximal 4,50 Meter breit sein dürfen und legt auch fest, wo sie angelegt werden müssen. "Die Lage ist für einige Grundstücke nicht optimal", räumte Susanne Nagel von der Tiefbauabteilung kürzlich im Bauausschuss ein. Außerdem könnten auf den betroffenen Grundstücken nur Einfamilienhäuser und keine Doppelhäuser gebaut werden, weil diese zwei Zufahrten bräuchten.
Zusätzlich will die Stadt optisch hervorheben, dass sich das Neubaugebiet am Ortsrand von Ehlershausen befindet und eine darüber hinaus gehende Erweiterung nach Südwesten, derzeit nicht vorgesehen ist. Deshalb soll zu dieser Seite hin eine durchgehende Begrünung entstehen. Schon bisher war vorgesehen, dass die Eigentümer in diesem Bereich entlang ihrer Grundstücksgrenzen heimische Bäume und Sträucher pflanzen. Der Grünstreifen wäre aber an zwei Stellen durch die beiden Erschließungsstraßen durchbrochen worden, die dort als Sackgasse enden. Nun will die Stadt auch am Ende der beiden Straßen heimische Büschen und Sträucher pflanzen und damit die Lücken schließen.
Auch die künftigen Eigentümer sollen verpflichtet werden, ihre Grundstücke zu begründen. So genannte Stein- und Schottergärten sollen demnach nicht nur wie ursprünglich angedacht in den Vorgärten, sondern in den gesamten Gartenbereichen explizit untersagt sein.