Pflegestützpunkt „Burgdorfer Land“ gut gelandet

Sie zogen eine alles in allem erfreuliche Bilanz nach einem halben Jahr Pflegestützpunkt „Burgdorfer Land“: Michael Mehl, Angelika Nikolai, Janna Philipps und Erwin Jordan (v. li.). (Foto: Georg Bosse)

Eine Zwischenbilanz nach sechsmonatigem Beratungsdienst

BURGDORF/ALTKREIS (gb). „Der Pflegestützpunkt „Burgdorfer Land“ ist in der Auestadt gut gelandet“, bilanzierte der für die soziale Infrastruktur in der Region Hannover verantwortliche Dezernent, Erwin Jordan, die Arbeit der Beratungsstelle, die im zentral gelegenen Burgdorfer Rathaus I an der Marktstraße 55 vor einem halben Jahr ihren Dienst aufgenommen hat.
„Wir wollten mit unseren Beratungen zur pflegerischen Versorgung in der Region möglichst nah an den Menschen sein. Und das ist mit dem Standort „Burgdorfer Land“ bestens realisiert worden“, so Jordan weiter, der bei einem Pressegespräch auch die positive Aufnahme der Einrichtung durch die Stadt Burgdorf nicht vergaß, lobend zu erwähnen.
Rund 170 Beratungen, oft über eine Dauer von 30 Minuten, hätten in den vergangenen sechs Monaten im Burgdorfer Pflegestützpunkt stattgefunden, blickte Michael Mehl, Leiter des Teams zur „Hilfe und Pflege“ in der Region Hannover, auf einen bislang recht überschaubaren Anfangszeitraum zurück. Janna Philipps, Pflegeberaterin im Stützpunkt „Burgdorfer Land“, machte ihre Arbeit an einem sehr persönlichen Fallbeispiel deutlich. „Dabei ging es in einem besonders schwierigen Fall um die Organisation von vertrauensvoller Haushaltshilfe und diesbezügliche Absprachen mit der zuständigen Krankenkasse“, erklärte Janna Philipps. „Zu häuslichen Diensten sowie zu Leistungen der Pflegeversicherungen werden wir häufig um Hilfe gebeten. Aber auch bei Fragen rund um das „altersgerechte Wohnen“ oder eventueller Wohnraumanpassung besteht viel Beratungsbedarf, für die einmal monatlich ein spezieller Wohnraumberater zur Verfügung steht“, setzte Pflegeberaterin Angelika Nikolai hinzu. Für diese Anliegen stünden den Regions-Pflegestützpunkten eine Summe von insgesamt 100.000 Euro jährlich zur Verfügung. „Ein wirksamer und nicht zu vernachlässigender Baustein unserer Arbeit“, ergänzte Jordan.
Der Wirkungskreis der Anlaufstelle ist nicht nur auf den Standort beschränkt, sondern soll den gesamten nordöstlichen Teit der Region (Altkreis Burgdorf) umfassen. So geht es z.B. am Mittwoch, 20. Juni, um einen Vortrag zum Sterben zu Hause. Expertinnen und Experten zeigen Wege auf, wie es möglich sein kann, die finale Lebensphase im Kreise der Familie und in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Die Veranstaltung findet im Uetzer Rathaus statt. Beginn ist 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.
Neben dem unmittelbaren Informationsservice für die Bürgerinnen und Bürgern besteht eine weitere wichtige Aufgabe des Pflegestützpunktes darin, sich mit den bereits bestehenden lokalen Angeboten im Pflegereich auszutauschen und zu vernetzen. Netzwerkpartner des Pflegestützpunkts „Burgdorfer Land“ sind: Stadt und Polizeiinspektion Burgdorf, das Mehrgenerationshaus (Gartenstraße), die Senioren(bei-)räte Burgdorf und Uetze, das Frauen- und Mütterzentrum Burgdorf (MüZe), die Städte Burgwedel, Sehnde, Lehrte und Langenhagen, die Gemeinden Isernhagen, Uetze und Wedemark, Pflegeanbieter aus Isernhagen und -berater der Krankenkassen, der Runde Tisch „Pflege“ & „Palliativ- und Hospizarbeit“ Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze, die Fachgruppe „Gerontosychiatrie“ sowie der Verband der Selbsthilfegruppen und Pflegeanbieter.
Die Öffnungszeiten des Pflegestützpunktes „Burgdorfer Land“ im historischen Rathaus I an der Marktstraße 55 im Überblick: montags und dienstags jeweils von 8.30 bis 15.30 Uhr, mittwochs von 7.00 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 18.00 Uhr. An jedem ersten Freitag des Monats kann zwischen 8.00 und 12.30 Uhr die Wohnberatung in Anspruch genommen werden. Die Beratungen sind kostenfrei und unabhängig von Pflegeanbietern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter Tel. 0511/700 201-16 und 17.