Pfarrheim wird zum Brauhaus

Eine Polonaise quer durch das Pfarrheim.

Buntes Programm beim Fasching der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus

BURGDORF (dno). „Alpenglühn“ – unter dieses Motto hat die Burgdorfer St.-Nikolaus-Gemeinde ihre jüngste Faschingsparty am vergangenen Freitag gestellt. Startschuss war um 20.11 Uhr und wenige Minuten später waren die rund 150 Gäste im Pfarrheim schon gut gelaunt und ausgelassen am Feiern. Das lag wohl auch an den „Drei Gondolieri“ – Dirk Tribian, Robert Hafke und Thomas Degro – die mit Stimmungsliedern und frechen Texten für das rhythmische Einschunkeln sorgten.
Ob der „alte Holzmichl“ noch lebt, konnten sie zwar nicht klären und auch nicht, „ob die neue Kita denn gebaut wird“, aber zumindest, fanden sie den Pfarrer Karras laut Songtext „in Wacken“ wieder. Und dann ging es schon los mit der ersten Polonaise quer durchs Pfarrheim. Immer begleitet von DJ Pascal Moszcynski und den Klängen zu „Oh, wie ist das schön“, „Viva Katholica“ oder auch „Mir gehen nach St. Nikolaus, und lassen die Sau dann raus!“
Genauso kreativ wie die Musiker bei ihren Songtexten waren auch die Gäste bei ihren Kostümen: Bei den Damen ganz hoch im Kurs stand das Dirndl und bei den Herren die Lederhosen. Aber auch große Sepplhüte kombiniert mit Karohemd waren zu sehen und sogar lustige Kühe – mit imposanten Glöckchen an Hals oder Hüfte. „Die Stimmung hier ist unglaublich“, lobten Karin und Klaus-Peter Arnold, die aus Hildesheim anreisten und sich freuten, eine Karte ergattert zu haben. Denn wie schon im Vorjahr, waren diese heiß begehrt und zügig ausverkauft.
Ob Büttenreden, Stimmungslieder, Sketche oder Gesangseinlagen – jedes närrische Genre wurde bedient. Wolfgang Hüßler, bereits ein Urgestein beim St.-Nikolaus-Karneval, war in diesem Jahr als „Silberbräutigam“ unterwegs. Auch die Blond AG, eine Jazz-Dance-Gruppe des SV Hertha Otze, bot den Zuschauern wieder eine Tanzeinlage, die jedem rheinischen Funkenmariechen Konkurrenz machte.
Die „Sahneschnittchen“, die Frauen des Familienkreises, stellten augenzwinkernd die Kirchencard vor, mit der es immer den besten Platz an der Kirchenheizung gibt. Petra und Bernhard Schulte, alias Gerda und Karl-Heinz, ließen das Publikum wieder an ihrem Eheleben teilnehmen und auch der Bergdoktor Robert Hafke sowie die Heidi, Ann-Kathrin Albert, schauten vorbei.
Nach Ende der karnevalistischen Narrenschau wurde bis in die frühen Morgenstunden fleißig getanzt. Für das leibliche Wohl gab es ein buntes Büfett, das von Hot Dog bis Popcorn alles bot.