Pfarrbrief erscheint nicht mehr

Nach dem Ausstieg von Helmut Ewaldt hat das Redaktionsteam keinen Nachfolger gefunden

BURGDORF (r/fh). Zu Ostern werden die Mitglieder der St.-Nikolaus-Gemeinde diesmal keinen Pfarrbrief erhalten. Denn zum Jahreswechsel hat das Redaktionsteam ihn eingestellt. „Das ist uns wahrlich nicht leicht gefallen“, betont Wolfgang Obst, der die Gemeindezeitung „Die Klinke“ vor mehr als sechs Jahren ins Leben gerufen und seitdem maßgeblich mitgearbeitet hat. Zweimal im Jahr – zu Ostern und zu Weihnachten – wurden jeweils 4000 Exemplare kostenlos an die Gemeindemitglieder in Burgdorf, Uetze und Hänigsen verteilt.
Anfang des vergangenen Jahres hatte Redaktionsmitglied Helmut Ewaldt angekündigt, nach der Weihnachtsausgabe 2019 aufzuhören. Er hatte bisher nicht nur Artikel geschrieben, sondern auch Texte, Bilder und Werbeanzeigen zusammengefügt. „Er war für uns ein echter Glücksfall, weil er in diesem Bereich auch schon in anderen Kirchengemeinden Erfahrungen gesammelt hatte“, so Wolfgang Obst. Über alle möglichen Kanäle hätten sie einen Nachfolger gesucht: sowohl im persönlichen Gespräch, als auch über Hinweise im Pfarrbrief und bei Facebook – doch ohne Erfolg.
Außer Wolfgang Obst und Helmut Ewaldt hatte auch Pfarrer Martin Karras dem Redaktionsteam von Anfang an angehört. Unterstützung bekamen sie zuletzt von Cona Ehland, Karin Lüke und Karin Klüsener. „Es war nicht einfach gewesen, Mitstreiter zu finden, die einerseits gut vernetzt sind und andererseits möglichst auch Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit und Layout hatten“, betont Obst.
Er selbst hatte unter dem Pseudonym „Anton die Kirchenmaus“ immer wieder Vorgänge in der Gemeinde, im Bistum und in der Weltkirche zum Teil harsch kritisiert. „Manchmal sogar hart an der Grenze des Vertretbaren“, gibt Obst zu. Umso dankbarer sei er, dass Pfarrer Martin Karras als Verantwortlicher im Sinne des Presserechtes nie den Abdruck eines Artikels verhindert habe, sondern immer zu dem gestanden habe, was das Redaktionsteam schrieb. „Dazu gehört Mut und Verantwortung“, betont Obst.
Er hoffe, dass sich andere Engagierte aus der Pfarrgemeinde finden, die einen Neuanfang machen wollen. „Es wäre schade, wenn die Informationen, die bisher flossen, nunmehr die Gemeindemitglieder nicht erreichen“, sagt er.