Pfandspende für den Montagstreff

Die Marktleiterin des E-Centers an der Weserstraße Astrid Kroß (rechts) und ihr Stellvertreter Sascha Struckmann-Mulder überreichen der Gruppenleiterin des Montagstreffs Irmgard Wrensch die Pfandspende.

Burgdorfer E-Center unterstützen Selbsthilfegruppe mit rund 860 Euro

Burgdorf (fh). Mit einer Pfandspende in Höhe von 860,59 Euro unterstützen die Burgdorfer E-Center Cramer den Montagstreff. Diese Selbsthilfegruppe richtet sich an Alkohol- und Medikamentenabhängige sowie ihre Angehörigen. „Von dem Geld können wir zum Beispiel Fachliteratur und Arbeitsmaterialien rund um das Thema anschaffen“, sagt die Gruppenleiterin Irmgard Wrensch. Sie ist am 14. Januar ins E-Center an der Weserstraße gekommen, um die Spende entgegenzunehmen. Und passender hätte der Tag kaum gewählt sein können. Denn an eben diesem Datum wurde der Montagstreff 1984 gegründet. „Das ist ein wunderbares Geburtstagsgeschenk zu unserem 38-jährigen Bestehen“, sagt Wrensch.
Die Gruppentreffen finden alle zwei Wochen statt, zusätzlich gibt es Vortragsabende mit Experten und andere Aktivitäten. Regelmäßig seien rund 25 Teilnehmer dabei, zu besonderen Anlässen wie beispielsweise dem Neujahrsempfang kämen etwa 40. Aufgrund der belastenden Corona-Lage und der Kontaktbeschränkungen hätten Alkohol- und Medikamentenabhängigkeiten sogar zugenommen. „Ich bekomme immer wieder Anrufe von Betroffenen, die sich Hilfe holen möchten“, schildert Wrensch. Sie berate dann zunächst am Telefon und einige fänden auch den Weg in die Gruppe.
Doch es sei im Moment schwierig, einen geeigneten Treffpunkt zu finden. Denn der langjährige Gruppenraum bei der AOK an der Heinrichstraße stehe nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen sei nun ein neues Domizil im DRK-Aktiv-Treff gefunden. Doch der ist wegen der Corona-Epidemie gegenwärtig geschlossen. Deshalb müsse der Montagstreff häufig auf Restaurants ausweichen. „Das ist möglich, weil zum Glück fast alle dreimal geimpft sind“, so Wrensch.
Doch finanziell stelle das den Montagstreff vor eine Herausforderung. Denn teilweise falle dann eine Saalmiete an. „Außerdem können es sich nicht alle Teilnehmer leisten, dort – natürlich alkoholfreie – Getränke zu bestellen. Dann bezahle ich das aus der Gruppenkasse“, sagt Wrensch. Allerdings sei die nicht eben prall gefüllt. Denn um niemanden auszuschließen, werde kein Mitgliedsbeitrag erhoben. Und die Zuschüsse der Krankenkassen und anderer Förderer dürften ausschließlich für die inhaltliche Arbeit verwendet werden. „Auch deshalb bin ich Edeka Cramer und den Kunden sehr dankbar für die Pfandspende“, betont Wrensch.