Partizipation par excellence

Claudia Nacke (re.) und Marlene Saecker (3. v.li.) mit den cleveren Kita-Kindern, die gerne ihren Berg zurück haben wollen. Foto: Georg Bosse

Kita-Kinder wollen "Stück für Stück zum Berg zurück"

BURGDORF (gb). Es ist durch und durch beispielhaft, wie die Burgdorfer Kita "Fröbelweg" daran gehe, den seit Sommer 2018 wegen Baumängeln gesperrten Spielberg im Außengelände durch eine Renovierung wieder bespielbar zu machen, so Birgit Meinig, die Pädagogische Leiterin der Kindertagesstätten (Kitas) des Kirchenkreises Burgdorf, aus Ehlershausen.
Als im vergangenen Jahr der bei den Kindern beliebte Berg gesperrt werden musste, kam im Fröbelweg die Frage auf "Was machen wir?". Das Kita-Team um Leiterin Claudia Nacke kam zu dem Entschluss, die Kleinen an den Renovierungsplänen teilhaben zu lassen. Gesagt, getan. In einem ersten Schritt machten sich die Kinder Gedanken darüber, was eigentlich machbar wäre, und schnell war klar: "Wir wollen unseren Berg zurück." Beim nächsten Schritt wurden die Kinder von der Landschafts- und Umweltarchitektin Marlene Saecker unterstützt und beraten. "In partizipativer, kindergarteninterner Kleingruppenarbeit wurden die Vorstellungen der Kinder konkreter und dann zu Umsetzungsplänen erarbeitet", erklärt Claudia Nacke. Aber der ganze Spielberg-Spaß kostet etwa 35.000 Euro. "So viel Geld haben wir trotz der tollen Unterstützung von Förderverein, Elternvertretung und Eva Brandes-Saecker, Planerin im Kirchenkreisamt in Burgwedel, leider nicht", so die Kita-Leiterin. Nun also mussten weitere gute Ideen her. Von den Kindern Selbstgebasteltes ließ in der zurückliegenden Weihnachtszeit stolze 277 Euro in der Kasse klingeln. Das Fröbel-"Frühlingsfest", das unter dem Motto "Stück für Stück zum Berg zurück" stand, wurde am vergangenen Samstag von Pastor Valentin Winnen mit einem Gottesdienst im nahen Gemeindehaus "Gartenstraße" der Evangelisch-lutherischen St. Pankratius-Kirchengemeinde auf den Weg gebracht. Unter den Aktionen, die helfen sollten, möglichst viele Spendengelder für das Renovieren des Spielbergs einzusammeln, war auch ein Sponsorenlauf. Familien und Freunde standen dichtgedrängt und anfeuernd an der Strecke, auf der die Kleinen ihre kurzen Beine in beide Hände nahmen und Runde für Runde für ihren Berg liefen. So kam eine Summe von rund 2700 Euro zusammen, die niemand in dieser Höhe vorher erwartet hatte.