Papierflieger mit Gummibandkatapult

Als erste Wettbewerbsgruppe starteten die Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs in das MINT-Projekt "Papierflieger". Foto: Georg Bosse

Gemeinsames Projekt der MINT-Fachgruppen von Gymnasium und Realschule

BURGDORF (gb). Papierflieger zu falten stellt für Schüler nicht nur eine lustige Beschäftigung dar, sondern wird vom Gymnasium Burgdorf in Kooperation mit der benachbarten Realschule am "Berliner Ring" als Wettbewerb organisiert. Ein solcher Wettbewerb ist das gemeinsame Jahresprojekt "Papierflieger mit Gummibandkatapult", zu dem für alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Realschule am vergangenen Dienstagvormittag eingeladen waren.
Gut 170 Kinder und Jugendliche verschiedener Jahrgänge hatten sich für dieses MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften, Technik)-Projekt im Neubau angemeldet, denen der Fachobmann "Physik" des Gymnasiums, Knut Wille, zu Beginn folgenden Auftrag gab: "Baue aus einem Blatt Papier (DIN A4) einen Papierflieger und lasse ihn mit Hilfe eines handelsüblichen Gummibandes möglichst weit fliegen. Ihr bekommt maximal 25 Minuten Zeit."
Die notwendigen Materialien wurden ausgegeben und bei Bedarf unterstützende Mittel wie Bleistifte und Büroklammern, Locher und Schere zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Flugversuche wurden dann nach Ablauf der vorgebenen Zeit in der Mensa gestartet. Die Papierflieger der Teilnehmer, die die weiteste Strecke in der Luft blieben wurden mit Kinogutscheinen für die Neue Schauburg in Burgdorf und teilweise zusätzlich mit kleinen Elektrobausets prämiert.


MINT
In den Medien ist immer wieder von den MINT -Fächern die Rede, die an den Schulen verstärkt unterrichtet werden (sollen). Doch was bedeutet das, was verbirgt sich dahinter? Unter der Abkürzung MINT verbergen sich die Begriffe: „Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik“. Etwaige Anspielungen auf ein erfrischendes Halsbonbon sind zwar erlaubt, aber weder originell, noch besonders witzig. MINT-Schulen sind somit vornehmlich allgemeinbildende Einrichtungen mit einer besonderen unterrichtsmethodischen Ausprägung. In diesen Fächern werden aber nicht nur fachliche Inhalte vermittelt, sondern auch das logische Denken gefördert. Eine Gemeinsamkeit prägt jeden MINT-Bereich: Der Fachkräftemangel.
Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der MINT-Fächer haben sich angesichts von Prognosen, die für die Zukunft einen Fachkräftemangel im Bereich dieser Fächer vorhersagen, zahlreiche Projekte und Initiativen gebildet, um das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften in diesem Bereich zu erhöhen.
2009 veröffentlichte die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre „Empfehlungen zur Stärkung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung“ mit Empfehlungen zur Verbesserung der frühen Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Interesses, zur Erhöhung des Praxisbezugs des Unterrichts und zur Gewinnung von Lehrkräften für MINT-Fächer.