Pankratius-Förderverein besuchte Wolfenbüttel

Eine interessante Kirchenfahrt unternahm der Förderverein zur Erhaltung und Erneuerung der St. Pankratiuskirche. (Foto: Förderverein St. Pankratius)

Interessante Kirchenfahrt ins Braunschweiger Land

BURGDORF (r/jk). In diesem Jahr ging die Besichtigungsfahrt des Fördervereins zur Erhaltung und Erneuerung der St. Pankratius-Kirche nach Wolfenbüttel. Zwei in Größe, Bauform und Ausstattung recht unterschiedliche Gotteshäuser standen auf dem Besichtigungsprogramm.
Zunächst wurde die weniger bekannte St. Johannis-Kirche im Süden der Altstadt angesteuert. Die Überraschung war groß, hier am Rande der historischen Altstadt eine so prächtig ausgestattete Kirche zu finden. Während das Gebäude seinerzeit von den hier lebenden Handwerkern errichtet wurde, stellte der braunschweigische Herzog August für die Innenausstattung der Kirche Altar, Kanzel, Taufstein und Orgel der Kapelle des ehemaligen Schlosses Hessen am Fallstein zur Verfügung.
Nach einer Kaffeepause ging es dann in die Wolfenbütteler Hauptkirche Beatae Mariae Virginis, zur glückseligen Jungfrau Maria. Die im Stil der Spätrenaissance gebaute Kirche gilt als erster bedeutender protestantischer Kirchenbau Deutschlands. Die überaus kostbare Austat­tung weist noch heute darauf hin, dass sie zugleich Predigt- und Abendmahls Kirche sowie Grablege der fürstlichen Familie war. Bei einer sehr sachkundigen Führung erhielten die Teilnehmer einen tiefen Einblick in die historischen und baugeschichtlichen Zusammenhänge. Die 46 Mitglieder und Gäste, die an dieser Fahrt teilgenommen haben, werden sich wohl noch lange an diesen schönen Ausflug in das Braunschweiger Land erinnern.