Otzer Triologie soll 2023 fertig sein

Der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung Andreas Fischer erläutert ausführlich und anschaulich die einzelnen Bauprojekte.
 
Der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung Andreas Fischer stellt im Schulausschuss den aktuellen Planungsstand der großen Bauprojekte vor.

Verwaltung legt neue Projektliste vor: Bei Kita, Grundschule und Sporthalle in Otze sowie der Gudrun-Pausewang-Grundschule soll es schneller vorangehen

BURGDORF (fh). Die Gudrun-Pausewang-Grundschule und die sogenannte Otzer Triologie mit Schule, Kita und Sporthalle sollen deutlich früher fertig werden, als es die Stadt in der sogenannten Prioritätenliste im November vorgeschlagen hatte. Weil die Politiker im Doppelhaushalt 2019/20 drei zusätzliche Stellen für die Gebäudewirtschaft bewilligt haben, könnten nun doch viele Bauprojekte gleichzeitig angegangen werden, so die Begründung. Das hatte Bürgermeister Alfred Baxmann zuletzt schon mehrfach angedeutet – der Leiter der Stadtplanungsabteilung Andreas Fischer hat im Schulausschuss nun auch konkrete Daten genannt.
In Otze sollen der Anbau an die Grundschule und der Neubau der Sporthalle bereits Ende 2023 abgeschlossen werden – und damit drei Jahre früher als in der Prioritätenliste ursprünglich angegeben. Den Kita-Anbau will die Stadt gegenüber dem Vorschlag vom November sogar um etwa fünf Jahre vorziehen. Er soll bereits Ende dieses Jahres oder Anfang 2020 bezugsfertig sein. Dafür will die Stadt für die Kindertagesstätte auf eine Interimslösung mit Containern verzichten. Auch den Neubau für die Gudrun-Pausewang-Grundschule will die Verwaltung anstraffen. Fischer zufolge könnte er Ende 2025 fertiggestellt werden, immerhin zwei Jahre eher als es die Prioritätenliste vorsah.
„Um diesen Zeitplan einzuhalten, brauchen wir aber das zusätzliche Personal“, betont Fischer. Aufgrund von Ausschreibungsfristen, Bewerbungsverfahren und bestehenden Arbeitsverträgen der Bewerber, sei mit den Neueinstellungen frühestens im Herbst zu rechnen. „Erst dann kann es richtig losgehen“, betonte der Fachbereichsleiter im Schulausschuss und sicherte gleichzeitig zu: „Aber auch bis dahin werden wir nicht im Schlummerschlaf warten, sondern mit dem Personal, das wir haben, schon die ersten Schritte anschieben.“
So könne der Bebauungsplan für die Gudrun-Pausewang-Grundschule den Ratspolitikern bestenfalls schon im Juni zur Abstimmung vorgelegt werden und noch dieses Jahr in Kraft treten. Noch davor will die Verwaltung dem Schulausschuss im April oder Mai erste konzeptionelle Skizzen für den Neubau vorstellen. Auch die Wirtschaftlichkeitsprüfung solle bald auf den Weg gebracht werden. Im ersten Schritt sei noch einmal zu untersuchen, ob Neubau oder Sanierung wirtschaftlicher seien; im zweiten Schritt dann, ob die Stadt die einzelnen Arbeiten selbst ausschreiben oder einen Totalunternehmer beauftragen solle.
Bei der Otzer Triologie sind sowohl der Kita-Anbau als auch die Interimslösung für die Grundschule in Vorbereitung. Die Klassenraum-Container sollen voraussichtlich Anfang August stehen. Um das Projekt zu beschleunigen, will die Stadt voraussichtlich auf einen Architektenwettbewerb verzichten. Stattdessen sollten in einem zweistufigen Bieterverfahren zunächst ein geeignetes Architekturbüro gesucht und anschließend noch einmal unterschiedliche Lösungsansätze von Planern eingeholt werden.
Im Schulausschuss sind Fischers Ausführungen gut angekommen. „Seit dem vergangenen Herbst sind wir weit vorangekommen. Die Verwaltung steckt in die Projekte unglaublich viel Arbeit. Das sehen wir und dafür möchte ich mich bedanken“, sagte Armin Pollehn (CDU). Und Christiane Gersemann (SPD) merkte selbstkritisch an: „In den Ausschüssen und im Rat sollten wir uns bei diesen großen Bauprojekten nicht im Klein-Klein verlieren und an Details herumkritteln, sondern der Verwaltung Rückenwind geben, damit sie zügig voranschreiten kann.“
Fischer betonte aber auch, dass der Zeitplan nicht in Stein gemeißelt sei. Das zusätzliche Personal sei nicht die einzige Unbekannte in dieser Rechnung. „Es hängt beispielsweise auch davon ab, ob unsere Ausschreibungen erfolgreich sind und wir schnell geeignete Architekturbüros und Handwerksbetriebe finden“, sagt er.