Otzer Schützen lachte die Sonne entgegen

Die Könige des Otzer Schützenfestes: Damenkönigin Gudrun Scheller, Jugendkönigin Lena Zielonka in Marineuniform, Volkskönigin Carmen Buchholz und Schützenkönig Karl-Heinz Dralle. (Foto: Holger Staab)
 
Beim Otzer Schützenfest war Sonne satt, da machte es Freude beim Festumzug mitzumarschieren. (Foto: Holger Staab)

Karl-Heinz Dralle holte sich zum 7. Mal den Titel als Schützenkönig

BURGDORF (hs). Das hatten in diesem Jahr noch nicht viele Schützen bei ihren Festen erlebt. An den drei schwungvollen Tagen des traditionellen Otzer Schützenfestes schien die Sonne von einem meist strahlend blauen Himmel und sorgte für gute Stimmung und sommerliche Temperaturen. Aber nicht nur das Wetter sorgte für gute Laune, auch das dreitägige Programm und die beiden lebhaften Abende ließen, trotz aller Schwierigkeiten bei den Organisationen für solch ein Fest, auch Schützenchef Karl-Heinz Dralle und seine Organisationscrew guten Mutes in die Zukunft blicken.
Das Fest des Schützenvereins Otzenia findet alljährlich auf dem Festplatz am Heeg rund um das Schützenhaus statt und hatte schon immer ein ganz besonderes Flair. Der Burgdorfer Ortsteil trotzt den Unkenrufen, dass die Schützenfeste der kleinen Gemeinden langsam sterben werden. Der Vorsitzende von Otzenia, Karl-Heinz Dralle, war zwar mit den Besuchen und dem Kommers nicht ganz zufrieden und weiß nicht so recht, ob im nächsten Jahr noch ein Schützenfest in dieser Form gefeiert werden kann, eigentlich will er die Tradition aber aufrechterhalten, das sagte er schon im vergangenen Jahr. 2013 wurde er mit einer angenehmen Atmosphäre bei traumhaftem Schützenfestwetter belohnt und so wird, auch wenn die Zahl der Mitglieder bei Otzenia nicht gerade in die Höhe schnellt, hoffentlich auch im kommenden Jahr auf der Schützenwiese am Heeg gefeiert.
Bereits am vergangenen Freitag trafen sich die Otzer zum Abholen ihrer Könige aus dem Jahr 2012 am Lindenbrink. Auch der Ortsrat, Ortsbürgermeister Carl Hunze und Vertreter der Verwaltung waren beim Ausmarsch ins Festzelt dabei. Am Abend stieg dann die Spannung, denn nach dem Festessen und den Ehrungen verdienter Schützen sowie der Verleihung zahlreicher Pokale wurden die diesjährigen Könige proklamiert.
Und dabei konnte sich Schützenchef Karl-Heinz Dralle selbst feiern, denn er erreichte mit 116,6 Teiler zum siebten Mal die Würde des Schützenkönigs 2013 vor Cord Buchholz (113,0) und Dieter Dralle (132,3). Feiern konnte auch Damenkönigin Gudrun Scheller, die mit 91,7 Teiler Doris Günther (101,0) und Marita Kiesow (204,1) auf die weiteren Plätze verwies.
Jugendkönigin von Otze darf sich Lena Zielonka ein Jahr lang nennen. Auch die Kinder schossen mit dem Lichtpunktgewehr ihre Majestät aus. Diesen Titel gewann Laurenz Rubba. Mit Cord Dybizbanski als Armbrustkönig wurde eine weitere Majestät gekührt und die Ehrenscheibe sicherte sich Manfred Dörfel. Auch das Volk, also die Bürger aus Otze, die nicht dem Club Otzenia angehören, schossen einen König aus: die sogenannte Volkskönigin heißt 2013 Carmen Buchholz.
Gudrun Dorstewitz bekam darüber hinaus vom 2. Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes, Herbert Eggert, die silberne Ehrennadel für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Schießsportleiterin verliehen.
Wo anderswo am Sonnabend relative Ruhe herrscht, wird in Otze ein weiterer Höhepunkt durchgeführt. Um 14 Uhr trafen sich die Majestäten 2013, auswärtige Schützen und Gastvereine auf dem Festplatz und formierten sich zum Festumzug durch das Dorf. Der Fanfarenzug Wikinger und die „Dreblows“ mit Blasmusik aus Wettmar begleiteten die Schützen und Vereine - und auch hier sorgte das Wetter allseits für gute Laune. Nach dem anschließenden Platzkonzert und Kaffee und Kuchen ging das Programm am Abend mit einer Zeltdisco mit DJ Diesel weiter. Hier zeigten die Otzer ihre Ausdauer und Feierfreudigkeit.
Der Sonntag wurde dann besinnlicher und spätestens nach dem Zeltgottesdienst und dem Festessen für alle Bürger und Schützen und der anschließenden Kaffeetafel kam etwas Müdigkeit auf. Aber die Jazz-Dance-Vorführungen von den Minis und Tweenys des SV Hertha Otze sorgten mit ihrem Elan noch mal für frischen Wind und viel Applaus. Das Schützenfest ging so zu Ende, wie es begann, mit einer angenehmen Stimmung rund um den Festplatz am Heeg und bei allen Beteiligten.