Osterfeuer luden zu gemeinsamen Stunden ein

Vor dem Osterfeuer ließen die Dachtmisser Kinder bei untergehender Sonne ihre vielfarbigen Luftballons zum Weitflugwettbewerb in den blauweißen Aprilhimmel steigen. (Foto: Georg Bosse)

Freiluftsaison wurde traditionell eingeläutet

DACHTMISSEN/RAMLINGEN/SCHILLERSLAGE/UETZE (gb). Die zahlreichen Osterfeuer in Burgdorf, Uetze und der Umgebung waren wieder einmal ein guter Anlass, mit Freunden, Bekannten und Kindern einen schönen Abend zu verbringen. Schon traditionell wird mit dem Anzünden der Feuer nach dem Winter auch die Freiluftsaison eingeläutet.
Zu Beginn dieses „feurigen“ Abends standen in Dachtmissen traditionell die zahlreichen Kinder im Mittelpunkt. Die „Dacht-Missen“ verteilten erneut rund 200 Luftballons an die Kleinen, die dann von ihnen in der unweiten Feldmark gemeinsam auf eine luftige Wettbewerbsreise geschickt wurden. Die Gewinner dieses österlichen Luftballonweitflug-Wettbewerbs werden am Tag des herbstlichen Dachtmisser Laternenumzugs bekannt gegeben. Anschließend durften die unter Zehnjährigen auf der nahen Spielwiese süße Osternester aufsammeln. Als dann die ersten Flammen aus der Holzpyramide vor dem Feuerwehrhaus schlugen, gab es Deftigeres für die Großen an den Grill- und Getränkeständen des Ortswehr-Fördervereins und der Jugendwehr Da-O-We.
Der Feuerwehrplatz in Ramlingen war der frühabendliche Mittelpunkt für die vielen Osterfeuer-Besucher aus Ramlingen und Ehlershausen. Die Feuerwehrkameraden um Ortsbrandmeister Heinrich Könecke und den stellvertretenden Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (Ramlingen) hatten einen Riesenhaufen Tannen- und Strauchschnitt aufgetürmt, der bei allmählichem Einbruch der Dunkelheit von Mike Korius mit einem Gasbrenner entflammt wurde. Und während sich die durchwärmende Hitze des Osterfeuers ausbreitete, wurden an die anwesenden Kinder kleine Osterüberraschungen verteilt. In der Folge konnten bei Bier und Bratwurst Volksbank-Ruheständler und RSE-Vizevorsitzender Alfred Runge beim trauten Smalltalk mit Fußballtrainer Reinhold Fanz beobachtet werden. Und Burgdorfs stellvertretende Bürgermeisterin Christa Weilert-Penk war beim Ramlinger Osterfeuer ebenso zu Gast wie der Sprecher des Bläsercorps Burgwedel-Thönse, Martin Bruhns (Burgdorf), der 39 Tage nach dem Osterfest (Himmelfahrt) in Ingolstadt seinen Deutschen Meistertitel als Solo-Bläser des „Kleinen Jagdhorns“ in der Senioren-Altersklasse verteidigen möchte.
Auch in Schillerslage loderte das Osterfeuer. In einiger Entfernung zum Ortskern hatte man das Brenngut aufgeschichtet, um das sich Schillerslager jedweden Alters geschart hatten, um sich von der behaglichen Wärme „auftauen“ zu lassen. Wer Hunger und Durst verspürte, für den hatte der Förderverein der Ortsfeuerwehr um Cheforganisator Wolfgang Heldt vor und im Feuerwehrhaus mit anregendem Speis und Trank bestens vorgesorgt. Und wie in jedem Jahr hatten die Kinder ihre Freude daran, sich ihr Stockbrot und -würstchen in der Schillerslager „Brenneschüssel“ selbst zuzubereiten.