Ökumenische Andacht zum Totensonntag

Pfarrer Franz Kurth predigt in der Kapelle auf dem Stadtfriedhof, Pastor Matthias Paul hört zu. (Foto: privat)

Pastor Matthias Paul und Pfarrer Franz Kurth predigen in der Friedhofskapelle

Burgdorf (r/fh). Die Burgdorfer Kirchengemeinden haben am Totensonntag wieder eine gemeinsame Andacht in der Kapelle auf dem Stadtfriedhof gefeiert. Bei diesem Anlass hat in diesem Jahr erstmals Pfarrer Franz Kurth gepredigt. Er ist leitender Pfarrer des Pastoralbereichs Hannover-Ost, zu dem seit September auch die katholische St.-Nikolaus-Gemeinde Burgdorf gehört.
Er betonte, dass der katholische Feiertag Allerheiligen am 1. November und der evangelisch geprägte Totensonntag Ende November nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich eng beieinander lägen. Beide erinnerten daran, dass Tod und Leben für Christen untrennbar miteinander verbunden seien. Mit der Geburt beginne das Leben in unserer Welt, mit dem Tod beginne das Leben in einer neuen Welt. "Und darum sollten wir im Tod loslassen. Loslassen, was unvollendet ist, loslassen was uns bedrückt, um damit ohne Last auf die andere Seite gehen zu dürfen", so Kurth.
Einen ähnlichen Gedanken griff auch Pastor Matthias Paul von der ev.-luth. St.-Paulus-Gemeinde auf. "Friedhöfe sind schmerzhafte Erinnerungen an Abschiede und doch sind sie auch Trost und Hoffnung über den Tod hinaus an eine Zukunft mit Gott", sagte er. Paul warb um Verständnis, dass coronabedingt der angekündigt Posaunenchor nicht auftreten konnte.