Oberstufen an der IGS gefährden Gymnasien

In der Burgdorfer CDU-Geschäftsstelle an der Marktstraße trafen sich Heike Koehler (Lehrte/Ahlten), Dirk Rentz (Uetze/Dollbergen) und Barthold Plaß (Burgdorf/Schillerslage; v.re.) zu einem ersten Austausch über eine interkommunale Zusammenarbeit in der Schul- und Bildungspolitik. (Foto: Georg Bosse)

CDU aus Burgdorf, Lehrte und Uetze bündelt Kräfte für Bildungsvielfalt

BURGDORF/LEHRTE/UETZE (gb). Im Vorfeld der Bundestagswahlen 2013 am Sonntag, 22. September, wollen die Christdemokraten aus Burgdorf, Lehrte und Uetze ihre Kräfte für eine intensive interkommunale Kooperation in der Schul- und Bildungspolitik bündeln. Ziel ist, bei Beibehaltung der Bildungsvielfalt die Qualität der Bildung zu erhalten oder besser noch, zu verbessern.
Dazu halten Burgdorfs CDU-Stadtverbandsvorsitzender Barthold Plaß (Schillerslage), Dirk Rentz (Dollbergen), Fraktionsvorsitzender der CDU Uetze und Mitglied im Gemeinderat, sowie die Lehrter CDU-Ratsfrau und stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Ahlten, Heike Koehler, die Integrierte Gesamtschule (IGS) für wenig tauglich. Ihre Bedenken machen sich an den Befürchtungen fest, dass mit der (politisch) gewollten IGS nicht nur die Haupt- und Realschulen ihre Bedeutung verlieren, sondern auch die Gymnasien gefährdet seien. Besonders dann, wenn an den IGSsen Oberstufen eingerichtet werden. Dabei gehe es nicht darum, die IGS zu verhindern, sondern in erster Line darum, die Gymnasien aktiv zu stärken und zu fördern, so Dirk Rentz, der die Schullandschaft in der Gemeinde Uetze mit dem funktionierenden dreigliedrigen System für gut aufgestellt hält. „Die Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Hämelerwald würde zu einer Schwächung der guten Schulstruktur in Lehrte und des Gymnasiums führen. Darüber hinaus verschärfen sinkende Schülerzahlen sowie der dann damit verbundene Verlust von Unterrichtsprofilen und geringere Fächerauswahl die entstehenden Probleme für alle beteiligten Eltern, Lehrkräfte und Schüler“, betont Heike Koehler.
Während in Uetze eine Elternbefragung bereits eine knappe Mehrheit für die IGS zum Ergebnis hatte, soll in Burgdorf eine entsprechende Umfrage von der CDU nach den Sommerferien gestartet werden und im Herbst ausgewertet sein. „Bei dem wichtigen Thema „Bildung“ besteht erheblicher Gesprächs- und Aufklärungsbedarf. Auch was die Finanzierung betrifft. Deshalb müssen wir mit den Betroffenen in einen engen Dialog kommen“, stellte Barthold Plaß klar. Dazu gibt es Überlegungen eine Arbeitsgruppe „Bildung“ mit Schul- und Verwaltungsexperten aus Burgdorf, Lehrte und Uetze auf den gemeinsamen Weg zu bringen.