Nur eine flache Erregungskurve bei Hennes Bender

Beim zweiten Auftritt in Burgdorf bot Comedian Hennes Bender mit seinem fünften Soloprogramm „Erregt“ Geistreiches und Geschmackloses. (Foto: Georg Bosse)

Comedian aus dem Ruhrpott präsentierte sein fünftes Soloprogramm

BURGDORF (gb). Am vergangenen Montagabend warteten im Theatersaal des Johnny B. rund 180 Comedy-Fans auf den zweiten Gastauftritt des „Star-Comedian“ Hennes Bender in Burgdorf. Der Comedian aus dem Ruhrpott präsentierte sein fünftes Soloprogramm „Erregt“ und entpuppte sich dabei als Possenreißer, der alberne Späße auch mal gerne auf Kosten seines Publikums macht.
Die „spitze Zunge“, die dem Witz(ko)bold aus Bochum nachgesagt wird, konnte es auch dieses Mal nicht lassen, dümmliche Zoten über die Aussprache von Otze zu reißen. Aber auch Burgdorf, Großburgwedel, Hänigsen oder Peine, alles Orte in denen Tickets für diese Verunstaltung an den Mann bzw. an die Frau gebracht worden waren, bekamen ihr Fett weg. Richtigen Dusel hatte wohl Kevin, der in einer der vorderen Sitzreihen Platz genommen hatte. Der 18-Jährige bekannte sich auf Anfrage zu seiner kaufmännischen Ausbildung in der Burgdorfer Keksfabrik „Parlasca“. Daraufhin holte Hennes Bender den jungen Mann auf die Bühne, verpasste ihm das Etikett „süßes Krümelmonster“ und ließ ihn unter dem Gejauchze der schadenfrohen Zuschauer mit XXL-Dessous bewerfen.
Im weiteren Verlauf erregte sich Bender über die „i-phone-Wichser“, die dauernd ihren Fetisch streicheln und bezeichnete den chartstürmenden Ex-Gothic-Grafen „Unheilig“ als eine Mischung aus „Rammstein“ und Michael Wendler. Mit dem kalauernden Hinweis, dass Hamburg an der „Elster“ (Elbe/Alster) liege, hatte der Spaßvogel mit dem Kofferwort den Übergang zu dem gleichnamigen Federvieh hinbekommen, das er geschmackloserweise mit krächzenden Nazis in US-amerikanischen Kinostreifen verglich. Darüber hinaus stänkerte Bender über Wichtigtuer, die mit „ganzen Städten“ telefonieren (... gerade mit Düsseldorf telefoniert) und über die, die „sich verabschieden“: „Man kann sich verpissen, aber nicht verabschieden.“ Na dann, Tschüss!