Neues Testzentrum im Stadion

Dirk Bierkamp (von links), Rüdiger Nijenhof und Matthias Thäle freuen sich auf die Eröffnung des Testzentrums im Burgdorfer Stadion. (Foto: privat)

Das DRK Region Hannover bietet Corona-Schnelltests ohne Anmeldung an

Burgdorf (fh). Ob für den Friseur­termin, den Click&Meet-­Einkaufsbummel oder den Besuch bei Verwandten – wer einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen möchte, hat in Burg­dorf bald eine weitere Anlaufstelle. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Region Hannover eröffnet voraussichtlich am kommenden Montag, 10. Mai, ein neues Testzentrum im Stadion an der Sorgenser Straße. Die TSV-Fußballabteilung stellt dafür den Anbau an ihr Clubheim zur Verfügung.
Dabei wartet das DRK-Testzentrum mit einigen Besonderheiten auf: Anders als die Apotheken öffnet es zwar erst nachmittags, schließt dafür aber auch deutlich später. So können sich Bürger dort montags bis freitags von 16 bis 20 Uhr testen lassen. „Damit wollen wir vor allem Berufstätigen entgegenkommen, die sonst eventuell Schwierigkeiten haben, das in ihren Alltag zu integrieren“, begründet DRK-Bereichsleiter Matthias Thäle. Bei Bedarf sei gegebenenfalls auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten möglich. In jedem Fall können sich dort nicht nur Erwachsene testen lassen, sondern auch Kinder. „Dafür haben wir spezielle Lolli-Tests“, erläutert Thäle.
Ein weiterer Unterschied: Während die Apotheken vor allem auf eine Online-Terminbuchung setzen, soll das Testzentrum im Stadion überwiegend ohne Anmeldungen laufen. „Die Bürger können also jederzeit spontan vorbeikommen, wenn es bei ihnen reinpasst“, betont Thäle und ergänzt: „Das kommt gerade älteren Menschen zugute, die kein Smartphone haben oder die nicht so vertraut damit sind.“
Der Nachteil: Wer sich testen lassen möchte, muss etwas mehr Zeit mitbringen. Denn während persönliche Daten und Einverständniserklärung bei der Online-Anmeldung in der Regel schon im Buchungsvorgang abgefragt werden, passiert das im DRK-Testzentrum direkt vor Ort. Außerdem wird das Testergebnis anschließend nicht per E-Mail oder SMS zugeschickt, sondern die Besucher müssen für etwa 15 Minuten in einem gut gelüfteten Warteraum mit Abstand und Maske Platz nehmen und erhalten dann eine ausgedruckte Bescheinigung. „Insgesamt halten sich die Besucher bei uns etwa 20 bis 25 Minuten auf“, fasst Thäle zusammen.
Doch die meisten störe das nicht. „Nach dem gleichen Prinzip bieten wir das schon seit einigen Wochen in Burgwedel an und haben damit gute Erfahrungen gemacht“, betont er. Von vielen Besuchern habe er die Rückmeldung bekommen, dass sie die Wartezeit gern in Kauf nähmen, wenn sie dafür ganz spontan vorbeikommen könnten. „Und einige freuen sich auch über einen kleinen Plausch im Wartebereich. Schließlich haben im Moment alle wenig sozialen Kontakt“, ergänzt er.
Auch Ratsherr Rüdiger Nijenhof, der Mitglied im Präsidium beim DRK Region Hannover ist, zeigt sich überzeugt: „Wir brauchen in Burgdorf unbedingt ein niederschwelliges Angebot, damit sich möglichst viele testen lassen. Nur so wird es uns gelingen, möglichst viele Infektionen frühzeitig zu erkennen und die Ansteckung zu unterbrechen.“ Zumindest für die beiden festen Testplätze plant das DRK deshalb keine Terminvergabe. Ob für einen möglichen dritten Testplatz ein entsprechendes Buchungssystem eingeführt wird, sei noch nicht entschieden. Das Online-Portal dafür sei bereits eingerichtet und könne jederzeit eingeführt werden.
Gerade für ein Testzentrum ohne Reservierung sei auch die Lage gut. Schließlich befinden sich gleich nebenan das Jugendhaus JohnnyB. und das Stadthaus. „Wer dort eine Veranstaltung besucht, kann sich vorher bei uns testen lassen“, so Thäle. Und auch die TSV-Fußballabteilung will das nutzen. „Es wird Bestandteil unseres Hygienekonzepts werden, dass sich alle vor dem Training testen lassen müssen“, erläutert der Vorsitzende der Fußballabteilung Dirk Bierkamp.
Er hoffe, dass es nun bald wieder losgehe. Das ist möglich, wenn der Inzidenzwert in der Region fünf Tage am Stück unter 100 liegt. „Vor diesem Hintergrund waren wir sehr froh, als das DRK auf uns zugekommen ist“, so Bierkamp. Den Anbau stellt die Sparte dafür kostenlos zur Verfügung, wovon letztlich alle Burg­dorfer profitieren. „Es ist für uns selbstverständlich, etwas für die Gemeinschaft zu tun“, betont er.