Neue Lampen und neuer Boden

Die Leiterin der Stadtbücherei Andrea Nehmer-Rommel und Bürgermeister Armin Pollehn sind vom Ergebnis der Sanierung begeistert.

Die Sanierung der Stadtbücherei Burgdorf ist abgeschlossen / In die energiesparende Beleuchtung hat die Stadt rund 120.000 Euro investiert

BURGDORF (fh). Die Stadtbücherei Burgdorf erstrahlt in neuem Glanz: Eine beliebte Floskel bei Umbaumaßnahmen - doch diesmal ist sie ganz wörtlich zu nehmen. Denn bei der jüngsten Sanierung hat die Stadt die alten Leuchtstoffröhren durch 200 energiesparende LED-Deckenstrahler und 40 Pendelleuchten ersetzen lassen.
Die Deckenstrahler leuchten die Räume gut aus und weil sie an Schienen angebracht sind, lassen sie sich später auch noch je nach Bedarf verschieben und es können zusätzliche Lampenfassungen eingeklinkt werden. "Damit sind wir sehr flexibel", freut sich die Leiterin der Stadtbücherei Andrea Nehmer-Rommel. Für die Deckenleuchten haben sie und ihr Team schwarze Lampenschirme ausgewählt. "Das wirkt sachlich, verbreitet aber zugleich ein warmes Licht und schafft ein bisschen Wohnzimmeratmosphäre", sagt sie. Und auch Bürgermeister Armin Pollehn befindet: "Die Aufenthaltsqualität hat sich noch einmal deutlich verbessert."
Die Bücherei musste für den Umbau von Ende Oktober bis Mitte November drei Wochen lang geschlossen bleiben. "Es hat gut geklappt, aber es hätte kein Tag weniger sein dürfen", betont Nehmer-Rommel. So sollten ursprünglich die alten Kabel wieder verwendet werden - doch es habe sich herausgestellt, dass sie viel zu marode waren. Deshalb musste die Fachfirma nun auch noch etwa 900 Meter Leitungen neu verlegen.
Und dann habe es auch noch Lieferschwierigkeiten bei den LED-Strahlern gegeben. "Wir waren zwar soweit, dass wir am 18. November wieder öffnen konnten, aber in den ersten zwei Wochen mussten wir noch einige Kompromisse eingehen und improvisieren", blickt Nehmer-Rommel zurück. Das war auch der Grund, warum Stadt und Bücherei das Ergebnis erst in der zweiten Dezemberwoche offiziell vorstellten.
Mit dem Austausch der Leichtmittel war es übrigens nicht getan: Denn als die Rasterleuchten abmontiert waren, wurde darunter der nackte Beton sichtbar. Deshalb ließ die Stadt auch die Decken neu streichen. Nehmer-Rommel jedenfalls ist vollauf zufrieden: "Wir haben alle ein breites Grinsen im Gesicht und das geht gar nicht mehr weg".
Was sie ganz besonders freut: In der Romanabteilung wurde auch der Bodenbelag ausgetauscht. "Der alte Belag war mittlerweile fast schwarz. Nur dort, wo mal etwas gestanden hatte, hatte er ganz helle Flecken. Das sah furchtbar aus", beschreibt sie. Nun ist er einheitlich hellgrau.
Insgesamt hat die Stadt dafür 145.000 Euro investiert; allein 120.000 Euro hat die neue Beleuchtung gekostet. Das Bundesumweltministerium hat eine Förderung in Höhe von rund 19.000 Euro bewilligt. Es war der letzte Teil der Renovierung der Stadtbücherei: 2013 war bereits der Bodenbelag in der Kinder- und Jugendbuchabteilung erneuert worden; 2016 waren die Sachbuchabteilung an der Reihe gewesen und die Wände wurden gereinigt.