Nadelöhr „Hochbrücke“ verlangt von Autofahrern viel Geduld

Lange Rückstaubildungen in die Burgdorfer Westsstadt bis nach Heeßel sind am späten Nachmittag für berufspendelnde Autofaher, die aus Richtung Hannover kommen, keine Seltenheit. (Foto: Georg Bosse)

Staus sollen mit neuem Kreisverkehrsplatz der Vergangenheit angehören

BURGDORF (gb). Im Zuge des Stadtstraßenumbaus sind derzeit die Umgestaltungsmaßnahmen am Kreuzungspunkt „Bahnhofstraße“, „Vor dem Hannoverschen Tor“, „(Untere) Marktstraße“ und „Hochbrücke“ im vollen Gange. Dabei wird auch die „Bahnhofstraße“ bis zur „Rolandstraße“ mit erneuert. Am Ende des Um- und Ausbaus, voraussichtlich zum Oktobermarkt 2010, wird dann an Burgdorfs westlichem Ein- und Ausfalltor ein Kreisverkehrsplatz entstanden sein.
Dem Kreisverkehrsplatz schließt sich die „neue Untere Marktstraße“ an, die in ihrer umgestalteten Funktion einer verkehrsberuhigten Innenstadtstraße mit erhöhter Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Einkaufsbummler entsprechen soll. Dafür werden die Fahrbahnen bei „Rechts vor links-Regelungen“ verengt, Fußgänger- und Mehrzweckstreifen verbreitert sowie eine vorsichtige Begrünung angelegt, damit sich die „Untere Marktstraße“ auch optisch der „Oberen Marktstraße“ anlehnt.
Naturgemäß kommt es bei solchen Neugestaltungen zu Behinderungen des beruflichen und privaten Kraftfahrzeug- und Busverkehrs, der auf teilweise abgesperrten Fahrstreifen mittels mobiler Lichtzeichenanlage an der vorübergehenden Baustelle vorbeigeführt werden muss. So ist seit Baubeginn ein Nadelöhr an der „Hochbrücke“ entstanden, das gerade den motorisierten Berufspendlerstrom nach und von Hannover besonders beeinträchtigt.
Aber nicht nur die temporären Hemmnisse führen bei den zahlreichen Betroffenen zu Verdruss, sondern insbesondere die Aussicht, dass der vorgesehene Rückbau der vierspurigen Eisenbahnbrücke auf zwei einspurige, gegenläufige Fahrbahnen auch zukünftig zu kilometerlangen (Rück-)Staus führen könnte. Dazu Burgdorfs Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst gegenüber dieser Zeitung: „Die gegenwärtigen Befürchtungen sind sehr verständlich, aber nach unserer Ansicht unbegründet. Die Verkehrsstaus sind natürlich die Folge der Baustelle mit ihrer Behelfsampel. Aber nach Fertigstellung des Verkehrskreisels, der nach seinen geplanten Maßen bis zu über 20.000 Fahrzeuge täglich aufnehmen könnte, wird sich die Situation erheblich und spürbar entspannen.“
Nach Aussage von Rainer Herbst wurden auf der „Marktstraße“ immer noch leicht erhöhte Stickoxidwerte festgestellt, die vom augenblicklichen Kraftverkehrsaufkommen verursacht werden. Wenn die anvisierte Verkehrsberuhigung in der City dazu führen sollte, dass auch die momentanen Treibhausgas-Grenzwerte unterschritten werden, wäre daneben als Zusatznutzen eine angenehmere und gesündere Innenstadtqualität für die Anlieger und alle Burgdorfer Bürger erreicht worden.