„Musikalische“ Präventionsarbeit der Polizei Niedersachsen

Ein Workshop befasste sich mit dem Umgang mit den neuen Medien. (Foto: Dana Noll)

„Namene“ und Workshops begeisterten die Schüler/innen der Waldschule Ehlershausen

EHLERSHAUSEN (dno). Schulunterricht mal anders erlebten die 3. und 4. Klassen der Waldschule Ehlershausen. Das 40-köpfige Polizeiorchester Niedersachsen reiste im 12 Meter langen Reisebus nach Ehlershausen, um hier an der Schule Präventionsarbeit auf musikalische Art zu leisten.
Das Programm „Namene“ ist ein Projekt der Schulpräventionsarbeit des Polizeiorchesters Niedersachsens. „Das Konzept wurde vor gut einem Jahr auf dem Präventionstag vorgestellt“, so der Koordinator für Prävention im Polizeiorchester Niedersachsen, Detlef Krenz, „Es geht darum, das Medium Musik zu nutzen, um Botschaften zu den jungen Schülern und Schülerinnen zu transportieren.“
Gestartet wurde um 10.15 Uhr in der Turnhalle mit einem Konzert, dass die Kinder auf eine musikalische Reise in die Welt von „Namene“ führte. Komponist Thiema Kraas erzählt die emotionale Geschichte eines kleinen afrikanischen Mädchens, das in Deutschland geboren ist, die 4. Klasse besucht und aufgrund ihrer Hautfarbe und Kultur von ihren Mitschülern ausgegrenzt wird. Auf dem Schulhof wird Namene bei einer Auseinandersetzung verletzt und es werden Handyfotos gemacht, die ins Internet gelangen. Namene und ihre Eltern gehen auf ihre ganz eigene Weise mit dem Problem um und gewinnen so die Herzen der Mitschüler – und auch der Zuhörer/innen in der Waldschule.
Kein Medium als die Musik schien besser geeignet, dieses schwierige wie aktuelle Thema schülergerecht umzusetzen. Die Dritt- und Viertklässler applaudierten begeistert und besuchten dann die jeweiligen 20-minütigen Workshops. In der ersten Gruppe ging es hauptsächlich um das Thema physische und seelische Gewalt sowie um Zivilcourage. In der zweiten Gruppe informierte das Präventionsteam zu den neuen Medien, dem Umgang mit Rechten am eigenen Bild und klärte über Gefahren im Internet auf. Für die Schüler der dritten Gruppe ging es sportlicher zu. Sie verblieben in der Turnhalle und erlernten mit den dort anwesenden Musikerinnen und Musikern den Body Percussion Part des afrikanischen Tanzes des Musikstückes, den sie als Highlight zum Abschluss vortragen durften.
„Die Komposition und die Workshops sind gut bei den Schülern angekommen, alle haben aktiv mitgearbeitet“, so die Fachbereichsleitern für Sachunterricht und Mobilität, Mabel Romboy-Päschke, „Die Waldschule hatte viel Glück, denn nur in etwa 30 Schulen in ganz Niedersachsen wird in diesem Jahr dieses Programm mit dem Polizeiorchester durchgeführt.“