Mitfahren im „Mischverkehr“ minimiert Unfallrisiko

Der neue Verkehrssicherheitsberater der PI Burgdorf, Torsten Witt (r.), ermahnte und belehrte eine junge Radlerin, die den Fußgängerweg „Uetzer Straße“ am neuen Kreisel „Schwarzer Herzog“ auf ihrem Fahrrad überquert hatte. Im Hintergrund radelte eine weitere Belehrungskandidatin heran. (Foto: Georg Bosse)

Polizei belehrte Radfahrer über richtige Nutzung des Kreisels

BURGDORF (gb). Grundgedanke bei der Planung der neuen Radverkehrsführungen in Burgdorf war, dass die Fahrradfahrer, wie auch der Kraftfahrzeugverkehr, die meist tempoberuhigten Fahrbahnen gemeinsam nutzen. Dies hat den so genannten „Mischverkehr“ zur Folge, der für die Radler auf dem Schutzstreifen eine sicherere Variante bedeutet. Ist auf der Fahrbahn dieser Schutzstreifen markiert, besteht eine Benutzungspflicht für die Radfahrer. Und im Kreisel teilen sich alle Verkehrsteilnehmer die Fahrbahn. Ohne zu Überholen, fahren alle in der Mitte - auch die Fahrradfahrer.
Unwissenheit und Unsicherheit bei den Radlern in Burgdorf führten seit der Umgestaltung der Innenstadt (Marktstraße) sowie nach den Fertigstellungen der Kreisverkehrspunkte (Kreisel) „Hochbrücke“ und „Schwarzer Herzog“ immer wieder zum Fehlverhalten im fließenden Verkehr. Dieses Fehlverhalten wurde von Burgdorfs Kontaktbeamten Jörg Windfuhr und seinem Polizeikollegen Torsten Witt, neuer Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion (PI) „Vor dem Celler Tor“, in den zurückliegenden Wochen an verschiedenen Stellen und zu unterschiedlichen Zeiten häufig beobachtet und mit belehrenden Informationen „geahndet“.
Hoffentlich waren diese „gefühlten kostenlosen 500 Belehrungen“, so Jörg Windfuhr am vergangenen Montagmorgen bei Überprüfungen am „neuen Schwarzen Herzog“, nicht umsonst. Denn ab kommender Woche wird bei entsprechenden Kontrollen im Stadtgebiet mit Unterstützung der Verfügungseinheit „scharf geschossen“. Wer ab Montag als Radler nicht der Benutzungspflicht auf den Schutzstreifen nachkommt und beispielsweise den Kreisel „Schwarzer Herzog“/Immenser Straße nicht auf der Fahrbahn durchfährt, ist dann schnell zehn Euro los. Und das Fahren auf dem dortigen Fußweg kostet 15 Euro. „Es wäre wünschenswert, wenn immer mehr Radler einsehen, dass sie auf der Fahrbahn von den Autofahrern viel besser wahrgenommen werden und so das Unfallrisiko minimiert wird“, erklärten Witt und Windfuhr.
Um Unfällen vorzubeugen plant die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Übungseinheiten in kleinen Gruppen für Fünftklässler im Echtzeitbetrieb.