„Miteinander ist wichtiger als Perfektion“

Das Triadische Ballett im Burgdorfer Stadtmuseum.

Gymnasiasten und Förderschüler präsentieren gemeinsam einen bunten Abend mit Tanz, Performance und Kostümen

BURGDORF (dno). Mit einem bunten Abschlußabend endete die Kulturwoche, die gemeinsam vom Gymnasium Burgdorf und der Paul-Klee-Förderschule Celle, veranstaltet wurde. Im Rahmen eines Inklusionsprojektes zeigten sich die Schüler engagiert, interessiert und vor allem sehr kreativ. Davon konnten sich die etwa 50 Gäste im Burgdorfer Stadtmuseum am Valentinstag überzeugen.
Während der Kulturwoche haben sowohl die Burgdorfer Gymnasiasten als auch die Celler Förderschüler getrennt an dem Programm gearbeitet. Erst am Abschlußabend haben sie ihre Ergebnisse und Projekte im Rahmen des Programms zusammen geführt und gemeinsam aufgeführt. Heraus kam ein buntes Feuerwerk an Ideen und Kreationen rund um Tanz, Gestaltung, Musik und Performances. Als Einspieler gab es einen Film, der den Gästen zeigte, wie die einzelnen Darbietungen entstanden sind.
„Ich finde es ist gut gelungen“, lobte der Schulleiter der Paul-Klee-Schule Uwe Kirchner. So zeigten beispielsweise die Schüler Kostüme, die sie in Anlehnung an das Triadische Ballett entwickelt hatten. Dabei handelt es sich um ein experimentelles Ballett, das vor allem von den expressiven, heiter-burlesken Kostümen lebt aber auch vom Tanz als darstellende Form der Beziehung zwischen Figur und Raum.
In einer weiteren Darbietung war das Publikum gefragt. Abwechselnd kamen die Schüler kostümiert auf die Bühne und die Gäste mussten ihre Gedanken zu dem Gesehenen in den Raum rufen. „Lustig, beängstigend, verstörend, verspielt, neugierig“, waren zum Beispiel die Attribute, mit denen ein Clown beschrieben wurde.
„Die Projekte sind alle sehr gelungen. Es ist erstaunlich, wie viele gegenseitige Impulse entstanden sind. Es kommt nicht auf Perfektion an, sondern vielmehr auf das Miteinander und wie sich die Schüler auf Augenhöhe begegnen, egal in welcher Schulform“, erklärt Uwe Kirchner.
Gemeinsam hatten die zwei Schulen, Gymnasium und Förderschule, das Programm "Demokratie - Teilhabe durch kulturelle Bildung und individuelle Lernentwicklung" ins Leben gerufen. Mit dem Ziel: Bei Projekten im Bereich Kunst, Theater, Musik und Sport mit- und voneinander zu lernen. Etwa 250 Schüler nahmen an dieser "Inklusion außerhalb des Regelunterrichtes" teil.
Zu den Höhepunkten bislang zählten das Sportfest „Bewegte Begegnungen“ oder auch der „Neujahrsempfang“. Am 12. März 2020 steht bereits die nächste Veranstaltung in den Startlöchern: Eine Ausstellung auf dem Außengelände der Paul-Klee-Schule unter dem Titel „LandART Skulpturen". Im Laufe des Frühjahrs sind dann noch Ausflüge zu den Recken und Hannover 96 geplant sowie eine gemeinsame Studienfahrt nach Bern.