Mit Tradition und Leidenschaft

Die Organisatorinnen freuen sich schon auf die zweite Auflage ihre "ideenReich" am 26. und 27. Oktober auf dem Hof Pasemann in Hülptingsen. (Foto: privat)

Ausstellung "ideenReich" auf dem Hof Pasemann: Besucher können den Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen

HÜLPTINGSEN (r). Die Sonnenstrahlen suchen ihren Weg durch den leichten Nebel, den der Räucherofen mit seinen frischen Forellen verströmt, es duftet nach Kürbissuppe und frischem Kaffee. Besucher entspannen bei selbstgebackenem Kuchen, andere stöbern und staunen über Kunst und Handwerk der Aussteller. Es wird getöpfert, geschmiedet, Wolle gesponnen. Kinder wühlen im Kastanienbad und freuen sich über ihre kleinen, gehobenen Schätze. Dies sind einige der schönsten Erinnerungen, welche die Organisatorinnen im Kopf haben, wenn sie an ihr erstes ideenReich im vergangenen Oktober zurückdenken. Und deshalb stand für sie schnell fest, dass es in diesem Jahr eine Neuauflage geben soll.
Am kommenden Wochenende ist es nun soweit und das ideenReich fürs Handwerk öffnet zum zweiten Mal die Tore. Für Samstag und Sonntag, 26. und 27. Oktober, jeweils von 11 bis 17 Uhr, laden Lara Kleffmann, Svenja Brandes, Carolin Pasemann und Susanne Zenker erneut zum Handwerksmarkt auf den Hof Pasemann, Vor den Höfen 34 in Hülptingsen ein.
Dort werden etwa 30 Aussteller den Besuchern ihr Handwerk präsentieren. Einige waren schon bei der Premiere im vergangenen Jahr dabei, andere sind neu hinzugekommen. Sie vermitteln den Besuchern, wie Einzelstücke in mühevoller Handarbeit hergestellt werden und welche Leidenschaft und Tradition in ihnen stecken.
Der Maurer-, Betonbaumeister und Restaurator Gordon Pasemann wird zusammen mit seinem Team veranschaulichen, wie Rundbögen für Fenster- und Türstürze gemauert werden und wie Lehmsteine entstehen. Wer möchte, kann es auch selbst gern ausprobieren. Gezeigt wird auch, wie aus reiner Schafwolle Fäden gesponnen werden – am Spinnrad und auch mit Hilfe der Spindel. Passend dazu gibt es auch Einblicke in die Kunst des Webens und des Klöppelns.
Außerdem werden Keramikarbeiten, handgefertigte Seifen, Kalligrafie, Aquarellmalereien, Foto-, Holz- und Betonkunst, Gestricktes und Genähtes, Accessoires und praktische Alltagshelfer angeboten. Und sogar von der Handwerkskunst der Wikinger aus dem Frühmittelalter erhalten Besucher einen Eindruck: Es wird zu sehen sein, wie sie Ledertaschen, Weidenkörbe, Helme und Lederschuhe hergestellt haben. Außerdem werden Schmuckstücke aus Silber direkt vor Ort geschmiedet.
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Neben geräucherten Forellen mit Rosmarinkartoffeln wird es die leckere selbstgemachte Kürbissuppe vom Kartoffelhof Schweer geben. Hausgemachter Kuchen, Heiß- und Kaltgetränke laden außerdem zum Verweilen ein. In diesem Jahr soll der Erlös des Kuchenbuffets der Burgdorfer Tafel zugute kommen.