Mirco Zschoch kritisiert Stellenausschreibung als „Respektlosigkeit“

Als „respekt- und stillos“ gegenüber den Wählern bezeichnete CDU-Bürgermeisterkandidat Mirco Zschoch die Stellenausschreibung der Stadt zum jetzigen Zeitpunkt: „Mit dieser Personalie hätte man anständigerweise bis nach der Kommunalwahl warten können.“ (Foto: Georg Bosse)

CDU will im Juni ihr Wahlprogramm und ihre Strategie vorstellen

BURGDORF (gb). Eine kürzlich in regionalen und überregionalen Zeitungen veröffentlichte Stellenausschreibung der Stadt Burgdorf, mit der man sich nun auf die Suche nach einer qualifizierten Persönlichkeit als Stadtrat oder Stadträtin gemacht hat, hat wegen des Zeitpunkts ihres Erscheinens Verärgerung beim CDU-Bürgermeisterkandidaten Mirco Zschoch ausgelöst.
Neben dem völlig falschen Timing sei es gegenüber den Burgdorfer Wählerinnen und Wählern „wirklich respekt- und stillos“ - wenn auch formaljuristisch korrekt - wenn eine solch weitreichende Personalentscheidung in den sich immer weiter zuspitzenden Kommunalwahlkampf hingezogen würde, so Mirco Zschoch in einem Pressegespräch in der vergangenen Woche. Die Christdemokraten hätten sich gewünscht, diese Personalie, auch angesichts der herrschenden Mehrheitsverhältninisse, erst nach dem Wahlsonntag, 11. September, zu entscheiden. „Und nicht schon auf der Ratssitzung am 12. Mai. Denn immerhin wird die neue Frau oder der neue Mann für acht Jahre an die Verwaltungsspitze gewählt“, erklärte der Stadtverbands-Vorsitzende Barthold Plaß.
Auch eine weitere Option hätte sich die CDU, die nach der Wahl auf einen Politikwechsel im Rathaus im Schulterschluss mit der FDP spekuliert, gerne offen gehalten. Nämlich die frei werdende Stelle, der 1. Stadtrat Dagobert Strecker wird im Herbst in den Ruhestand verabschiedet, mit Blick auf angestrebte Verwaltungsreformen erst gar nicht wieder zu besetzen. Aus ihrem Verständnis heraus fordert die CDU, eine mögliche Stellenbesetzung bis nach der Wahl zu vertagen. Nach dem heutigen Stand der Dinge würde der neue Stadtrat bzw. die neue Stadträtin die nach A16 besoldete Stelle eine Woche vor der Wahlentscheidung antreten. Damit Wahlbürger und -bürgerinnen politische Entscheidungen treffen können, entwickeln Parteien Wahlprogramme. „Die Burgdorfer CDU wird Ende März beginnen, im Team mit ihren Stadt- und Ortsratskandidaten ein Wahlprogramm und eine Strategie zu entwickeln. Das Ergebnis soll dann im Juni vorgestellt werden“, formulierte Barthold Plaß die weitere Vorgehensweise.