Mehrheit für Totalunternehmer

Wichtige Entscheidung zum Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule

Burgdorf (fh). Die Stadt Burg­dorf lässt den Neubau für die Gudrun-Pausewang-Grundschule in der Südstadt von einem Totalunternehmer (TU) errichten. Für dieses Verfahren haben sich die Kommunalpolitiker im Verwaltungsausschuss auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Beratungsbüros Sikma entschieden. Laut dem Fachgutachten belaufen sich die Kosten bei dieser Variante auf rund 16 Millionen Euro. Gegenüber einer konventionellen Bauweise unter Regie der Verwaltung spare die Stadt damit etwa 2,5 Millionen Euro ein. Außerdem sei die Projektabwicklung schlanker und effektiver.
Wie auch bei der Integrierten Gesamtschule (IGS) soll also eine Firma den gesamten Prozess betreuen – von der Planung über den Bau bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe. Die Verwaltung muss sich dann beispielsweise nicht um die Suche nach einzelnen Handwerksbetrieben kümmern.
Als Vorbereitung für eine Vergabe an einen Totalunternehmer wird die Stadt im nächsten Schritt einen Projektsteuerer suchen, der zusammen mit Schule und Verwaltung die funktionale Leistungsbeschreibung erarbeitet und die Koordinierung zwischen den Projektpartnern übernimmt.
Der Entscheidung war eine kontroverse Diskussion vorausgegangen. Am vergangenen Montag kamen die drei Fachausschüsse für Schulen, für Finanzen und für Bau zu einer Sondersitzung zusammen und ließen sich die Argumente der Fachplaner noch einmal genau auseinandersetzen. Letztlich stimmten sie mit großer Mehrheit für das TU-Modell, einen Tag später folgte auch der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss dieser Empfehlung.
Das bezieht sich zunächst nur auf das Schulgebäude selbst. Die Entscheidung bezüglich der zugehörigen Sporthalle steht noch aus. Die SPD hatte im Sommer dafür geworben, auf einen Neubau zu verzichten und stattdessen die alte Halle zu sanieren und das Lehrschwimmbecken zu reaktivieren. Dazu erwarten die Kommunalpolitiker von der Verwaltung noch eine Gegenüberstellung. Falls die Halle ebenfalls von einem Totalunternehmer neu gebaut werden soll, kämen weitere 6,8 Millionen Euro dazu, bei konventioneller Bauweise 7.9 Millionen Euro.