Mehr „Aqua-Power“ für die Stadt Burgdorf

Als Vertragspartner für zertifizierten E.ON-Ökostrom an einem Tisch: Rüdiger Funke, Alfred Baxmann, Peter Nold und Klaus Tegeder (v. li.). (Foto: Georg Bosse)

Stadt und E.ON vereinbarten Lieferung von Energie aus Wasserkraft

BURGDORF (gb). Ab dem 1. Januar 2012 werden für vorerst zwei Jahre insgesamt 16 Sonderabnahmestellen in der Stadt Burgdorf mit E.ON Avacon-eigenen Ressourcen aus Wasserkraftwerken in Süddeutschland, der so genannten „Aqua-Power“, versorgt. Die Belieferung umfasst alle städtischen Abnahmestellen mit einem Verbrauch von über 30.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Darunter die städtischen Schulen, die allgemeinen Verwaltungsgebäude (Rathäuser) und die Kläranlage.
„Die Entscheidung für die Belieferung mit Ökostrom hat nicht nur einen symbolischen Charakter, sondern ist auch ein ernst gemeintes Zeichen, das für uns aber auch bezahlbar bleiben muss“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann am vergangenen Donnerstag wenige Augenblicke vor der Unterzeichnung des Vertrages mit Klaus Tegeder, Leiter „Vertrieb Geschäftskunden“, und dem bei der E.ON Avacon zuständigen Betreuer der niedersächsischen Kommunen zwischen Sarstedt und dem Harz, Peter Nold.
„Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Nach dieser Volksweisheit war Burgdorf eine der ersten von alles in allem 150 niedersächsischen Städten und Gemeinden, die sich mittels der Ausschreibung mit bzw. über die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL) beizeiten für die Abnahme von Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft entschieden hatte. Denn diese angezapften Quellen sind im Rahmen der jüngst politisch eingeleiteten Energiewende irgendwann auch endlich. „Unsere E.ON-„Aqua-Power“ ist elektrische Energie aus 100 Prozent Wasserkraft, die TÜV SÜD-zertifiziert und den Burgdorfern vertraglich zugesichert ist“, bekräftigte Klaus Tegeder.
Für die Stadt bedeutet diese Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien einen Mehraufwand von lediglich rund 6.500 Euro im Jahr (vorher: ca. 351.000 Euro / nachher: ca. 357.500 Euro). Die Mehrkosten für die einzelnen Ökostrom-Abnehmer belaufen sich auf unter fünf Prozent jährlich. „Dennoch ist der Run auf Ökostrom - (auch in politischen Kreisen) - im privaten Bereich bislang ausgeblieben“, erinnerte der Geschäftsführer der Burgdorfer Stadtwerke, Rüdiger Funke. Daraufhin gelobte Baxmann Besserung.