Mauersegler kehren zurück

Mauersegler brüten hauptsächlich in und an Gebäuden. (Foto: NABU)

Dagmar Hartmann vom NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte bittet um Mithilfe, um den Bestand dieser Vogelart zu erfassen

BURGDORF/LEHRTE/UETZE (r/fh). Mit dem Frühling kehren im April und Mai auch Schwalben und Mauersegler wieder zurück in den Altkreis. Sie sind sehr heimatverbunden. Vor allem die Mauersegler suchen am liebsten wieder ihre alten Quartiere auf. Doch das wird für sie oft zu einem Problem.
Denn während ihr Abwesenheit im Winter wurden vielleicht die Dächer saniert oder Fassaden gedämmt, sodass sie nicht mehr in ihre Nisthöhlen gelangen können. "Natürlich kann man von Hausbesitzern nicht verlangen, auf nötige Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade zu verzichten. Aber sie können versuchen, geeignete Ersatzquartiere zu schaffen", betont Dagmar Hartmann.
Seit Anfang des Jahres ist sie Ansprechpartnerin für den Schwalben- und Mauerseglerschutz beim NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte. Sie möchte insbesondere den Bestand der Mauersegler in diesem Gebiet erfassen und bittet dafür um Mithilfe. "Falls Quartiere bekannt sind oder welche entdecken werden, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar", sagt sie. Erreichbar ist sie per E-Mail an hartmann@nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de.
Dagmar Hartmann steht auch gern bei der Planung von Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade beratend zur Seite, damit die Mauersegler und Schwalben dadurch nicht beeinträchtigt werden. Da ihr Bestand jedoch stark rückläufig ist, sei besondere Vorsicht geboten. "Grundsätzlich wäre es auch gut, wenn die Abdeckung eines Daches außerhalb der Brutzeit vorgenommen wird", appelliert Hartmann. Es komme sehr oft vor, dass die Nisthöhlen zerstört oder verschlossen werden, sodass die Jungvögel verendeten.

Der Mauersegler

Seit vielen Generationen brüten Mauersegler hauptsächlich 
in und an Gebäuden. Ihr Nistmaterial wie Federn und Halme fangen sie dabei im Flug, da ihr Körper für eine längere Fortbewegung am Boden nicht ausgelegt ist. Ihr lateinischer Name ist daher „Apus“ und bedeutet übersetzt „ohne Fuß“. Die sichelförmigen, langen Flügel und der schlanke Körper ermöglichen ihnen eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern.
Das Mauersegler-Weibchen legt zwei bis drei Eier. Sie brütet allein, und die Brutzeit zwischen Ende Mai und Anfang Juni beträgt 18 bis 21 Tage. Gefüttert wird sie in dieser Zeit von ihrem Partner. Nachdem die Küken geschlüpft sind, verlassen sie nach etwa 40 Tagen komplett flugfähig das Nest. Die nächsten Verwandten der Mauersegler sind erstaunlicherweise nicht die Schwalben, sondern die Kolibris.