Matraztzenfabrik und Staditonsaal

In den ersten Jahren hatte die Burgdorfer Matratzenfabrik ihren Sitz im Hintergebäude des damaligen Bahnhofs-Hotels an der Theodorstraße 2. (Foto: VVV/Archiv)
 
Mit markanten Lieferwagen war die Burgdorfer Matratzenfabrik im Stadtbild präsent. (Foto: SMB/Archiv)

Die KulturWerkStadt gibt mit der Ausstellung "Burgdorf in Schwarz-Weiß" einen Einblick in die Stadtgeschichte und ruft Erinnerungen an vergangene Zeiten wach

BURGDORF (r/fh). Für den zweiten Teil der Ausstellung "Burgdorf in Schwarz-Weiß" haben Kristine Bäuerle und Jürgen Mollenhauer vom Verkehrs- und Verschönerungsverein noch einmal das Archiv des Stadtmuseums durchforstet. Vom kommenden Samstag, 31. August, an sind nun erneut Fotos aus 100 Jahren Stadtgeschichte in der KulturWerkStadt, Poststraße 2, zu sehen. Bis zum 27. Oktober ist die Schau immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Fördernde Unterstützung leisten die Stadtsparkasse Burgdorf und die Region Hannover.
Am verkaufsoffenen Sonntag, 1. September, beteiligt sich die KulturWerkStadt an der Kunstmeile und ist deshalb ausnahmsweise von 12 bis 18 Uhr geöffnet. An diesem Tag bietet Christoph Adolph ab 14 Uhr eine Führung durch die Foto-Ausstellung an. Zu einem weiteren Rundgang lädt er für Sonntag, 8. September ebenfalls ab 14 Uhr ein. Anlässlich des Regionsentdeckertages ist die KulturWerkStadt dann noch einmal länger geöffnet als üblich. Weitere Sonderöffnungszeiten gelten zum Stadtfest Oktobermarkt am Freitag, 4. Oktober, von 16 bis 20 Uhr, am Samstag, 5. Oktober, von 14 bis 20 Uhr, und Sonntag, 6. Oktober, von 11 bis 19 Uhr.
Die älteste gezeigte Fotografie stammt aus dem Jahr 1919. Zu sehen ist das ehemalige, um 1680 errichtete Forsthaus am Försterberg, das in der Nacht zum 14. Juni 2018 abbrannte und zu den ältesten Gebäuden in der Stadt Burgdorf gehörte. Weitere fotografische Schwerpunkte sind dem Gasthaus Haase in Ahrbeck, dem Stadionsaal (heute Veranstaltungszentrum StadtHaus), der Stellmacherwerkstatt Menke (heute Stadtmuseum), der ehemaligen Burgdorfer Matratzenfabrik und den historischen Rathäusern gewidmet.
Die von Paul Stüwe und Adolf Möller gegründete Burgdorfer Matratzenfabrik nahm 1949 ihren Betrieb im Hintergebäude des damaligen Bahnhofs-Hotels an der Theodorstraße 2 auf. Im Januar 1956 zog sie in die ehemaligen Räume der Burgdorfer Nudelfabrik am Güterbahnhof 2 ein, wo sie bis zu ihrer endgültigen Schließung im Jahr 1970 ihren Firmensitz hatte. Heute befindet sich dort das Lampengeschäft Waldi-Leuchten. Auch andere Häuser haben eine neue Bestimmung gefunden, beispielsweise das Ackerbürgerhaus an der Schmiedestraße 6, das von 1898 bis 1975 die Stellmacherwerkstatt Menke beherbergte. Nachdem der Betrieb eingestellt worden war, erwarb die Stadt das Gebäude und sanierte es für 1,1 Millionen Mark. Seit 1983 wird es nun als Stadtmuseum genutzt.
Zum gewohnten Stadtbild gehören die beiden historischen Rathäuser an der Marktstraße 55 (heute: Rathaus I) und Vor dem Hannoverschen Tor 1 (seit 1975 Rathaus II). Nur wenige Eingeweihte wissen noch, dass auch das Gebäude an der Marktstraße 13 zwischenzeitlich in den Jahren 1914 bis 1951 als Rathaus fungierte. In der Ausstellung "Burgdorf in Schwarz-Weiß" sind viele Aufnahmen zu sehen, die das Erscheinungsbild der Rathäuser in früheren Zeiten zeigen.
Auch die Vorgeschichte des Stadthauses, Sorgenser Straße 31, wird in der Ausstellung fotografisch beleuchtet. Von 1953 bis 1987 befand sich dort der Stadionsaal mit 600 Sitzplätzen. Danach wurde er durch einen Neubau ersetzt, und in den nächsten Jahrzehnten wurde das Veranstaltungszentrum von wechselnden Pächtern betrieben. Dann stand fest, dass die Verpachtung an Einzelpersonen nicht mehr tragfähig war. Seit dem 21. Januar 2015 hat die StadtHaus gGmbH den Betrieb des neuen Veranstaltungszentrums StadtHaus übernommen.