Maskenpflicht auf Marktstraße

Region verschärft die Corona-Regeln / Bund und Land haben sich auf weitere Maßnahmen verständigt

Burgdorf/Region (r/gg/fh). Die Zahl der Corona-Infektionen ist weiter gestiegen, was seitens der Bundesregierung zum Anlass genommen wird, weitere Einschränkungen der Bürgerrechte vorzunehmen - die bundesweiten Medien haben am Mittwochabend davon berichtet. Ab Montag, 2. November, soll es Kontakt-, Freizeitsport- und Reisebeschränkungen im privaten Umfeld sowie Verbote für Kulturschaffende und Gastronomen geben. Die Landesbehörden werden in den nächsten Tagen entsprechende Verordnungen ausgeben.

Bereits am Mittwoch, 28. Oktober, ist außerdem eine Allgemeinverfügung der Region Hannover in Kraft getreten.

• Demnach gilt die Maskenpflicht jetzt auch an öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum begegnen oder sich längere Zeit aufhalten und an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Betroffen sind beispielsweise Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen sowie die Parkplätze von Einkaufszentren oder Baumärkten.

• In Burgdorf gilt die erweiterte Maskenpflicht in folgenden Bereichen: die Fußgängerzonen Am Brandende und Spittaplatz, die Einkaufsstraßen Marktstraße, Poststraße und Rubensplatz, den Wochenmarkt und Spezialmärkte wie den Martinsmarkt und den Parkplatz des E-Centers an der Weserstraße. Darüber hinaus macht die Stadt Burgdorf von ihrem Hausrecht Gebrauch und weitet die Verpflichtung auf die Kindergarten- und Schulparkplätze aus.

• Die Stadt Burgdorf weist darauf hin, dass die Regelung auch für Fahrradfahrer gilt. Die betroffenen Bereiche sind entsprechend augeschildert. Die städtische Ordnungsabteilung wird gemeinsam mit der Polizei kontrollieren, ob die Vorgaben eingehalten werden.
Update vom 6. November 2020: Die Stadt hat nach Rücksprache mit der Region mitgeteilt, dass Radfahrer von der Maskenpflicht ausgenommen sind. Eine Trageverpflichtung wirke sichtbehindernd und damit einhergehend verkehrsgefährdend.

• Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, die ein ärztliches Attest vorweisen können, das bestätigt, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist. Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten außerdem bei der Ausübung einer andauernden beruflichen schweren körperlichen Tätigkeit sowie unmittelbar während einer sportlichen Betätigung. Vor und nach dem Sport muss dagegen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden – insbesondere auf Sportanlagen, in den Umkleiden sowie beim Betreten und Verlassen der Umkleiden.