Lolli-Tests für Kita-Kinder

Stadt will mit dem Angebot das Infektionsrisiko in den Einrichtungen senken

Burgdorf (r/fh). Die Stadt Burg­dorf stellt seit Kurzem Schnelltests für Kita-Kinder und Kinder der Kindertagespflege zur Verfügung. Die Tests sind freiwillig, Eltern können entscheiden, ob sie das Angebot nutzen möchten. Auf Wunsch erhalten sie für ihr Kind pro Woche zwei altersgerechte Lolli-Tests.
Ziel des Testangebots sei es, den Infektionsschutz für Erzieher, Kinder und Eltern über die bisherigen Maßnahmen hinaus zu verbessern und die Rückkehr in den Regelbetrieb abzusichern. Bei einem positiven oder nicht eindeutigen Testergebnis müssen die Eltern die Einrichtung benachrichtigen und einen PCR-Test veranlassen. Bis dessen Ergebnis vorliegt, kann das Kind die Kindertagesstätte/Kindertagespflege nicht besuchen.
Das Land Niedersachen hat die Einführung von Schnelltests für Kita-Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum Schuleintritt beschlossen. Die Auslieferung wird jedoch nicht vor Mitte August in Aussicht gestellt. In seiner letzten Sitzung hat der Rat der Stadt Burgdorf daher zugestimmt, dass die Stadt Burgdorf vorab eigenständig kindgerechte Selbsttests für Kinder über drei Jahre beschafft.
Die Kosten für die Beschaffung der Test-Kits belaufen für den Zeitraum von Mitte Juni bis Mitte September auf 63.000 Euro. Unklar ist bisher, ob auch für Krippenkinder im Alter bis drei Jahre Tests zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Niedersächsische Landesregierung hält das bisher nicht für sinnvoll. Der Burgdorfer Rat hat trotzdem vorsorglich 42.000 Euro dafür freigegeben, die die Stadt bei Bedarf abrufen könnte.
Das Land Niedersachsen hat angekündigt, Testungen für Kindergartenkinder auch vor Mitte August finanziell zu fördern. Die Stadt hofft deshalb, die Kosten später vom Land erstattet zu bekommen. Die Fördermittelrichtlinie liegt bislang allerdings nicht vor.