Lokaltermin von AKEB und CDU-Mitgliedern auf dem Spittaplatz

AKEB-Sprecher Harald Baumgarten (4.v.re.), CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Obst (Mi.), weitere CDU-Ratsherren und „betroffene“ Kaufleute beim Lokaltermin auf dem Spittaplatz. (Foto: Georg Bosse)

Kaufmannschaft hat hinter Verkehrsführungsplanungen ihren Haken gemacht

BURGDORF (gb). „Der Fehler, der mit der Einbahnstraßenregelung in der „Hannoverschen Neustadt“ gemacht wurde, darf sich im Bereich „untere“ Marktstraße/Spittaplatz/Louisenstraße nicht wiederholen“, machte der Sprecher des Aktionskreises Einkaufsstadt Burgdorf (AKEB), Harald Baumgarten, Bedenken zu neuen Planungsinhalten zur künftig geänderten Verkehrsführung in der Innenstadt deutlich.
Dazu hatte der AKEB, den CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Obst, den verkehrspolitischen Sprecher der Burgdorfer Christdemokraten, Walter Degenhard (Ortsvorsteher Sorgensen), den CDU-Ratsherrn Paul Rohde sowie Vertreter der betroffenen City-Kaufmannschaft zu einem Lokaltermin auf den Spittaplatz eingeladen. In erster Linie ging es um die klitzekleine, den Fußgängern vorbehaltene, Verkehrsfläche vor dem Uhrenfachgeschäft Dittmann zwischen Markt- und Louisenstraße. Dieser so genannte „Pfropfen“ soll so zwar einen spekulativen „Schleichweg“ für die von der Poststraße über die Schlossstraße kommenden Autofahrer entlang des Spittaplatzes in Richtung Hochbrücke bzw. neuen Kreisverkehrsplatz verhindern, aber für die Lkw-Warenanlieferung des Drogerie-Discounters Rossmann in der Louisenstraße befahrbar sein.
„Das würde an der Ecke „untere“ Marktstraße/Spittaplatz und in der Louisenstraße Parkplätze kosten und den Gegnern einer endgültigen Verlegung des Burgdorfer Wochenmarktes auf den Spittaplatz argumentativ „unwiderlegbar in die Karten spielen“, befürchtet Paul Rohde, der sich zum klaren Befürworter der Wochenmarktverlegung erklärte. Jörg Fehling vom gleichnamigen Bekleidungshaus an der „betroffenen“ Marktstraße sieht die ganze Sache nicht so problematisch: „Die Burgdorfer Kaufmannschaft war in die Planungen immer eingebunden und hat mit zahlreichen Arbeitskreissitzungen mitwirken können. Danach haben wir unsere Haken dran gemacht.“ Ein anderer Haken an der Sache sei indes, dass einerseits die Politik für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger kämpfe, aber dass man dabei andererseits oft auf mangelndes Interesse bei den Kaufleuten stoße, entgegnete Rohde.
Schuhhändler Martin Polch nahm die Gelegenheit wahr, noch auf eine andere Sache hinzuweisen: „Hannover hat erkannt, dass der Wettbewerb auch über Preise ausgefochten wird und beispielsweise Parkgebühren auf 0,50 Euro/Stunde gesenkt. Darüber sollte man sich auch in Burgdorf Gedanken machen.“