Loderndes Osterfeuer in Heeßel

Zahlreiche Besucher hatten sich um das Heesseler Osterfeuer versammelt, das im Schein untergehenden Frühlingssonne von den Feuerwehrleuten Peter und Reinhard Nicks (re.) entzündet wurde. Foto: Georg Bosse

In den Burgdorfer Ortschaften lebt das Brauchtum "Osterfeuer" (noch) weiter

BURGDORF/HEESSEL (gb). Der Brauchtum des Osterfeuers ist seit 1559 offiziell belegt. Es hat seine Wurzeln jedoch vermutlich schon viel früher in der vorchristlichen Tradition. Das Osterfeuer steht dabei symbolisch für die Sonne als Mittelpunkt des menschlichen Lebens. Mit diesen Frühlingsfeuern wurde die Sonne nach den Wintern begrüßt. Außerdem galten sie als Schutz für Fruchtbarkeit, Wachstum und Ernte.
In den Burgdorfer Ortschaften wird das Brauchtum des Osterfeuers, außer in Sorgensen (Schützenverein), von den Freiwilligen Feuerwehren am Leben gehalten. Zum zweiten Mal fand das Osterfeuer in Heeßel auf dem Parkplatz des Heesseler Sportvereins (HSV) statt. Zahlreiche Besucher nutzten diesen Anlass, um unter strahlend blauem Himmel mit Familie, Freunden und Nachbarn zusammenzukommen und gemeinsam Speisen und Getränke zu genießen, während der aufgetürmte Holzstoß langsam und knisternd niederbrannte. Und die Kinder hatten beim Stockbrotbacken ihre helle Freude.

Osterfeierlichkeiten in St. Nikolaus
Ostern (lateinisch: pascha von hebräisch: pésach) ist das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Zum Beginn der Liturgie der Osternacht in der katholischen St. Nikolaus-Pfarrgemeinde wurde "Im langen Mühlenfeld" ein kleines Osterfeuer entfacht. Nachdem sich die Anwesenden um die Feuerschale versammelt hatten, entzündete Pfarrer Martin Karras am Feuer die Osterkerze, die nach der Weihe als Licht in die dunkle Kirche getragen wurde und anschließend den einziehenden Gemeindemitgliedern zum Anzünden eigener Osterkerzen diente. Die brennende Kerze versinnlicht dabei Christus als Licht der Welt.