LKR stellt Mirco Zschoch auf

Mirco Zschoch tritt bei der Bundestagswahl für die Liberal-konservativen Reformer an. (Foto: privat)

Burgdorfer Ratsherr tritt für "Liberal-Konservative Reformer" bei der Bundestagswahl an

Burgdorf (fh). Der Burgdorfer Ratsherr Mirco Zschoch tritt bei der Bundestagswahl im September als Direktkandidat für die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) im hiesigen Wahlkreis 43 an. Bis vor Kurzem war er Mitglied der CDU, trat aber nach einem Streit innerhalb des Burg­dorfer Stadtverbandes aus und wechselte anschließend zur LKR. Die Partei wurde 2015 von dem vormaligen AfD-Bundessprecher Bernd Lucke gegründet.
Zschoch hat Jura studiert und ist als selbständiger Immobilienmakler tätig. Seit 2011 ist er Mitglied im Burgdorfer Rat und hatte dort zweitweise den Vorsitz der CDU-Fraktion inne. Drei Jahre lang war er außerdem stellvertretender Bürgermeister der Stadt Burgdorf.
Zu seiner Kandidatur bei der Bundestagswahl sagt Zschoch: „Mir ist klar, dass meine Aussichten gegen Null gehen. Ich mache das vor allem, um die LKR bekannter zu machen.“ Als inhaltliches Hauptziel nennt er die Förderung von Unternehmensgründungen, die Stärkung des Mittelstands und Bürokratieabbau. Außerdem tritt er für eine Begrenzung der Zuwanderung und eine strengere Asylpolitik ein. „Wer politisch verfolgt wird, muss Schutz bekommen. Aber Armutsmigration müssen wir unterbinden und bei Abschiebungen den Druck erhöhen“, so Zschoch.

Das Programm der LKR

Die LKR ist eine Kleinpartei mit rund 1000 Mitgliedern. Bei der jüngsten Bundestagswahl 2017 ist sie nicht angetreten, bei Landtagswahlen holte sie bisher höchstens ein Prozent der Stimmen. Durch den Übertritt einzelner AfD-Abgeordneter hat die LKR derzeit einen Sitz im Bundestag sowie einzelne Mandate in Landesparlamenten.
In ihrem Programm zur Bundestagswahl 2021 bekennt sich die LKR zu einer liberalen Wirtschaftspolitik und zum freien Wettbewerb. Die Einflussnahme des Staates will sie in allen Politikfeldern reduzieren. Um die Staatsschulden in Deutschland abzubauen, will die LKR „die Wirtschaft entfesseln“ und für eine „eiserne Ausgabendisziplin“ eintreten, heißt es im Wahlprogramm.
Die LKR befürwortet die Abkehr von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas, strebt bei der Energiewende aber einen Kurswechsel an. Sie kritisiert die staatliche Förderung für Wind- und Solarenergie und fordert die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz regelt. Außerdem will sie den Bau von Windkrafträdern an Land stoppen.
Als Ersatz für fossile Ernegieträger setzt sie vor allem auf Wasserstoff, bringt aber auch eine Rückkehr zur Atomenergie ins Spiel. Den Ausstieg aus der Atomenergie bezeichnet sie als schweren Fehler und regt den Bau neuer Kernkraftwerke als Teil eines klimaneutralen Energiemixes an.
Die LKR bekennt sich zur EU, will sie aber grundlegend reformieren. Wichtige Kompetenzen sollen nach ihrem Willen bei den Mitgliedsstaaten verbleiben oder wieder an sie zurückgegeben werden. Die Vergemeinschaftung von Schulden sowie Umverteilungsmechanismen zwischen den EU-Staaten lehnt sie ab.