Lehrte und Sehnde begrüßt knapp 600 Erstklässler

Rektorin Marina Woywodt erklärt, wo es für die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule demnächst lang geht.
 
Erste Kontaktaufname mit der neuen Lehrerin Stef Awramoff, die die Klasse 1a übernimmt.

Etwas weniger Schulstarter als im Vorjahr

VON DANA NOLL

LEHRTE/SEHNDE. 595 Erstklässler (ohne Schulkindergarten) in Lehrte und in Sehnde gehen nun an den (Schul-) Start. So, wie der 5-jährige Tom, der am vergangenen Samstag in der Astrid-Lindgren-Schule in Sehnde eingeschult wurde. Mindestens so aufgeregt wie der Erstklässler waren Eltern und Großeltern. „Das ist schon ein besonderer Tag“, so Mama Nicole.
In Lehrte und Ortsteile wurden 387 Grundschüler – 16 Kinder weniger als im Vorjahr – für die Einschulung angemeldet: Die Albert-Schweitzer-Schule ist mit 73 Kindern der Spitzenreiter, gefolgt von 57 Anmeldungen An der Masch sowie 55 in Lehrte-Süd. In den Ortsteilen hat Ahlten den größten Zulauf mit 42 Anmeldungen, Hämelerwald kommt auf 39, Aligse auf 22, Sievershausen auf 19, Immensen auf 17, Arpke auf 15 und Steinwedel auf 11 neue Schüler.
An der St.-Bernward-Schule wird es zwei erste Klassen mit insgesamt 37 Schülern geben. Das Kollegium wird hier zudem zum neuen Schuljahr von Monique Kölling verstärkt, die zuvor ihre Ausbildung beendet hatte. Sie wird die Fächer Musik und Mathematik unterrichten. Maren Plata wird von der Realschule abgeordnet und die Fächer Deutsch und Sachunterricht geben.
In Sehnde wurden in diesem Jahr weniger Kinder eingeschult als noch im Vorjahr. Besonders an der Astrid-Lindgren-Grundschule ging die Zahl von 59 Mädchen und Jungen im Vorjahr auf 34 Kinder zurück. „Das hat schlichtweg den Grund, dass das Einzugsgebiet geändert wurde und wir dadurch Schüler an die Grundschule Breite Straße abgegeben haben. Dieser Ausgleich war wichtig, denn wir haben nur begrenzte räumliche Kapazitäten“, erklärt Rektorin Marina Woywodt, „Es ist auch immer entscheidend, wo ein Neubaugebiet besteht oder entsteht, da sind meistens viele Kinder, die auch irgendwann eingeschult werden müssen aber natürlich auch größer werden.“
So werden an der Grundschule Breite Straße nun 61 Erstklässler eingeschult. Hier wird außerdem Kathrin Rathmann als neue Schulleiterin ins Amt gehen. Die 37-jährige war vorher hier als Konrektorin tätig und tritt nun die Nachfolge von Petra Behre an. Diese war fast 20 Jahre an der Grundschule im Dienst und wechselt nun an eine Schule in Hannover.
In Höver gibt es mit 18 Schüler auch etwas weniger als 2017. (23 im Vorjahr). Gleich geblieben sind die Zahlen in Rethmar mit 39 Erstklässlern. Einzig die Wilhelm Raabe Schule verzeichnet eine Steigerung von 35 auf 56 Kinder in diesem Jahr. In den Schulkindergarten Breite Straße kommen 15 Mädchen und Jungen.
Insgesamt wurden in Niedersachsen knapp 72.000 Mädchen und Jungen eingeschult, etwa 400 mehr als noch im Vorjahr. Auch bei der Einschulung selber wird den Eltern künftig größere Mitsprache eingeräumt, zumindest darüber, ob ihr Kind eingeschult werden soll oder noch nicht. Bislang wurden alle Mädchen und Jungen eingeschult, die bis zum 30. September sechs Jahre alt geworden sind. Jetzt dürfen Eltern von Kindern, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September Geburtstag haben, entscheiden, ob das Kind bereits die Schule besuchen oder noch ein weiteres Jahr in den Kindergarten gehen soll.
Auch das beliebte Hitzefrei hat die Chance an die Schulen zurück zu kommen. Angesichts der derzeit hohen Temperaturen sicherlich sinnvoll. Doch es gibt weiterhin keine Grundsatzentscheidung, sondern obliegt der jeweiligen Schule. Im Erlass zur Unterrichtsorganisation des Kultusministeriums heißt es dazu:“Hitzefrei kann gegeben werden, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen in den Schulräumen erheblich beeinträchtigt wird und andere Formen der Unterrichtsgestaltung nicht sinnvoll erscheinen.“