Laptops für Schüler

Burgdorfer Mehrgenerationenhaus ermöglicht Teilhabe an digitalen Lernformen

Burgdorf (r/fh). Auch vorher waren Schüler schon im Nachteil, wenn sie zu Hause nicht am Computer arbeiten konnten. Doch die Corona-Epidemie hat dieses Problem noch einmal massiv verstärkt - vor allem in der Anfangsphase ab Mitte März, als die Schulen von einem Tag auf den anderen schließen mussten. Aber auch jetzt müssen Kinder und Jugendliche teilweise wieder abwechselnd im Klassenzimmer und zu Hause lernen, wenn an ihrer Schule Infektionen auftreten. Und das digitale Lernen gewinnt ohnehin immer mehr an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund will das Burgdorfer Mehrgenerationen (BMGH) ermöglichen, dass allen Kindern ab der fünften Klasse ein Computer zur Verfügung steht. Bereits im Mai haben die Leiterin Ursula Wieker und ihr Team 37 Laptops gekauft und an bedürftige Familien verteilt, wovon jetzt insgesamt 96 Schulkinder profitieren.
Nun fragt das Mehrgenerationenhaus bei den Burgdorfer Schulen gezielt den Bedarf in der Schülerschaft ab. Im ersten Schritt hat die Einrichtung daraufhin jetzt 50 weitere Laptops gekauft, mit denen Schüler des Gymnasiums unterstützt werden sollen. An der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule steht die Abfrage noch aus, sodass weitere Geräte hinzukommen werden.
Das Geld für die Geräte hat der Verein aus Eigenmitteln und privaten Spenden vorgestreckt und hofft auf eine Erstattung zu einem späteren Zeitpunkt. Denn Bund und Land stellen als Ergänzung zum Digitalpakt auch eine Förderung für die technische Ausstattung der Schüler zu Hause bereit. Die Stadt Burgdorf als Schulträger kann sie beantragen. Doch das Mehrgenerationenhaus will die Schüler nicht warten lassen, bis die Mittel bewilligt und überwiesen wurden.
Ergänzt wird die Ausgabe der Geräte durch eine technische Einweisung und einen PC-Führerschein. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler nachweisen, dass sie mit dem Schulnetzwerk I Serv umgehen können, sich sicher einloggen, Dateien erstellen, speichern, hochladen und versenden können. Um die Plattform nutzen zu können benötigen die Schüler außerdem einen Internetzugang, für den die Familien selbst sorgen müssen. Alternativ haben sie die Möglichkeit, sich im Mehrgenerationenhaus mit den Laptops ins WLAN einzuwählen oder beispielsweise in der Stadtbücherei, wenn diese wieder geöffnet ist.