Kurze Reden, üppiges Büfett

Etwa 400 Gäste sind der Einladung des Stadtmarketingvereins zum Spargelempfang im Stadthaus gefolgt.
 
Der Vorsitzende der Stadtsparkasse Heiko Nebel (von links) zeichnet Christel Hoffmann-Pilgrim und Jürgen Mollenhauer stellvertretend für Stadtmuseum und KulturWerkStadt als Burgdorf-Botschafter aus.

Etwas 400 Gäste genießen beim Spargelempfang des Stadtmarketingverein einen unterhaltsamen Abend im Stadthaus

BURGDORF (fh). So bereitwillig halten sich Redner nur selten an die Zeitvorgabe. Doch beim Spargelempfang des Stadtmarketingvereins wagte es anscheinend niemand, den Ablauf durcheinanderzubringen. "Wir müssen mit dem Programm durch sein, wenn der Spargel fertig ist", hatte der SMB-Vorsitzende Markus Wzietek gleich in seiner kurzen Begrüßungsrede vor den rund 400 Gästen im Stadthaus klar gemacht. Denn schließlich könne das edle Gemüse nicht ewig warm gehalten werden.
Daran wollten auch der stellvertretende Bürgermeister Matthias Paul und Regionspräsident Hauke Jagau nicht rütteln. Sie fassten sich kurz und stellten dabei unter Beweis, dass sich auch in wenigen Worten viel Lob unterbringen lässt. "Das Burgdorfer Stadtmarketing ist ein Eckpfeiler, auf den andere Kommunen neidisch sind", betonte Paul. Der Verein stelle für die Stadt etwas wichtiges auf die Beine. Dem stand auch Jagau in nichts nach: "In Burgdorf läuft es richtig gut. Vergleichbares gibt es in kaum einer anderen Regionskommune", betonte er.
Nicht nur der Spargelempfang selbst ist längst eine liebgewonnene Tradition, auch die Ernennung der Burgdorf-Botschafter gehört seit vielen Jahren dazu. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an das Stadtmuseum und die KulturWerkStadt. Der Vorsitzende der Stadtsparkasse Heiko Nebel überreichte die Urkunde stellvertretend an Christel Hoffmann-Pilgrim und Jürgen Mollenhauer. "Das Stadtmuseum und die KulturWerkStadt sind zwei Institutionen, die aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken sind und deren Strahlkraft weit über Burgdorf hinausreicht", betonte Nebel in seiner Laudatio. Zusammen verzeichneten sie pro Jahr etwa 35.000 Besucher in den Ausstellungen sowie in den Lesungen, Konzerten und Kinderaktionen im Rahmenprogramm. Ohne das große Engagement der rund 60 Ehrenamtlichen in dem entsprechenden Arbeitskreis sei all das nicht möglich.
Weil sich alle an diesem Abend strikt an ihre Redezeit hielten, wurden den Gäste in der guten Stunde von der offiziellen Begrüßung bis zur Eröffnung des Büfetts nicht nur zwei Grußworte geboten, sondern auch noch eine digitale Zauberschau: Andreas Axmann ließ aus einem Urlaubsbild auf seinem iPad Sand rieseln, goss Milch in eine Kaffeetasse auf dem Bildschirm, und als er auf dem mobilen Gerät ein Nachrichtenprogramm öffnete, verwandelte es sich plötzlich in eine Zeitung aus echtem Papier.
Kaum war der ausgiebige Applaus am Ende dieser Showeinlage verklungen, konnte schon wieder Markus Wzietek ans Mikrofon treten und das Büfett eröffnen. Für die Gäste gab es ganz traditionell Spargel mit Kartoffeln, Sauce Hollandaise oder geschmolzener Butter, Schnitzel, Schinken und Lachs und zum Nachtisch Erdbeeren mit Sahne. Obwohl sich schon nach kurzer Zeit eine lange Schlange bildete, die vom Büfett im JohnnyB. quer durchs Foyer bis weit hinten im großen Saal des Stadthauses reichte, entstanden keine allzu langen Wartezeiten. Veranstaltungsgastronom Peter Widdel und das Service-Team hatten alles im Griff, legten im Akkord Spargel nach und bedienten die Gäste schnell und freundlich.