Künstler aus der Region Hannover geben am Sonntag Einblicke in ihre künstlerische Arbeit

Einen Einblick in sein Atelier gibt der Bildhauer Karl-Heinz Bethmann in Schwüblingsen. (Foto: Karl-Heinz Bethmann)
 
Kraftvoll-ausdrucksstarke Bilder zeigt Elke A. Wiechmann in Großburgwedel. (Foto: Elke A. Wiechmann)

Karl-Heinz Bethmann, Ruth Bubel-Bickhardt, Gerd Scholze und Elke A. Wiechmann laden zum Atelierspaziergang ein

ALTKREIS BURGDORF (r/jk). Wie in den Jahren zuvor hat die Region Hannover wieder einen Atelierspaziergang organisiert. Der Weg führt durch Ateliers diverser Künstler in der Region Hannover. Auch aus dem Verbreitungsgebiet des MARKTSPIEGEL sind einige Künstler dabei, die am Sonntag, 4. Juli, von 11.00 bis 18.00 Uhr ihres Ateliers für eine breite Öffentlichkeit an einem „Tag der offenen Tür“ öffnen.
Auch der Schwüblingser Karl-Heinz Bethmann, , hat am Sonntag, 4. Juli, von 11.00 bis 18.00 Uhr sein Atelier zu einem „Tag der offenen Tür“ geöffnet.
„Alle kunstinteressierten Menschen sind eingeladen, sich einen Einblick in mein künstlerisches Werk zu verschaffen und sich in meinem Bildhauer-Atelier umzuschauen“, so der Schwüblingser Bildhauer Karl-Heinz Bethmann, der sein Atelier in der Arpker Straße 2 hat. Ebenso gibt es Unterschriftenlisten und detaillierte Informationen zum Volksbegehren für gute Schulen. Für Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränke ist gesorgt.
Karl-Heinz Bethmann fand durch intensives Studium, etwa in der Auseinandersetzung mit der Metallbildnerei Nepals, zu einer Formensprache, die meist abstrakte Raumgebilde darstellt, dabei aber Assoziationen zu Motiven aus dem Bereich der Natur nicht ausgrenzt. Der Künstler arbeitet in Holz, Stahl und zuletzt vorwiegend in Bronze. Grenzüberschreitungen sind fur ihn in jeder Hinsicht von großer Bedeutung. Sein bildhauerisches Schaffen hat er stets mit zeichnerischer Tätigkeit begleitet. Seit jeher pflegt Bethmann den Austausch mit internationalen Künstlern. Zudem interessiert ihn die spartenübergreifende künstlerische Arbeit. So war er als Bühnenbildner an mehreren Theaterprojekten beteiligt und wirkte bei Performances mit, die Plastik, Tanz und Musik zu einem multimedialen Spiel zusammenführten.
Am Pahlberg 4 in Ehlershausen zeigt Ruth Bubel-Bickhardt Zeichnungen und Radierungen. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit der Radierung hat sich Ruth Bubel-Bickhardt in der letzten Zeit vermehrt der Federzeichnung gewidmet. Sie stellt karge Landschaften mit Felsformationen und Baumgestalten dar. Die Striche sind sparsam und auf das Wesentliche konzentriert. Sie sucht nach Gesetzmäßigkeiten, wie die Dinge zueinander in Verbindung stehen.
„Alles ist in Bewegung“ – das macht den Arbeitscharakter in Gerd Scholzes künstlerischem Schaffen aus. Wer sich von der Bewegung faszinieren lassen möchte, der kann in seinem Atelier in der Ringstraße 19 in Wettmar einen Einblick bekommen. Aus seinem wachsamen Blick auf die Welt entstehen Gedankenprozesse. Sie bringen Bilder hervor, mit stroboskopischen Effekten und Einzelbildanimation in Bewegung gebracht. Videoschleifen ergänzen sich mit Körperinstallationen, Fotografien und Aktzeichnungen. Sie beleuchten das gewählte Thema buchstäblich aus verschiedenen Blickwinkeln. Im Aussparen von Flächen, Überblenden und Wechseln von Projektionsflächen und Lichtfarben liegt der Reiz, das Leben als ständigen Wechsel von Zuständen zu spiegeln.
Malerische Freiheit, lustvoll und überzeugend ausgelebt, zeigt die Großburgwedelerin Elke A. Wiechmann im Eichenweg 14. Ihre bisherige Linie erkennbar fortführend und erweiternd, arbeitet die Grafikerin und Malerin Elke A. Wiechmann an zweierlei Bildgruppen. Sensibel-leicht gestalteten Arbeiten in weißer und schwarzer Tusche mit Mischeffekten stehen kraftvoll-ausdrucksstarke Bilder gegenüber. Alarmierendes Rot kommt hier dazu, evoziert Gegensatz und Spannung.