Kümmerer für den Bahnhof Sehnde soll für ein sauberes Umfeld sorgen

Schmuddelecken wie diese neben dem Fahrradkäfig sollen am Sehnder Bahnhof der Vergangenheit angehören. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Stadt will sich mit der Bahn Kosten für befristete Stelle teilen

SEHNDE (hdb). Das Umfeld des Sehnder Bahnhofes soll sauberer und sicherer werden. Deshalb beteiligt sich die Kommune - auf Antrag der SPD-Fraktion - an dem Regionsprojekt „Lokaler Kümmerer“. Es ist allerdings auf drei Jahre befristet.
Noch im November sollen nach der mit großer Mehrheit beschlossenen Antragstellung die abschließenden Gespräche mit der Region geführt werden, teilte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke dem Rat mit. Dabei werde die Stadt ihre eigenen Vorstellungen über den Umfang und die Schwerpunkte der Arbeiten noch einbringen können.
Pro Jahr lässt sich Sehnde den Kümmerer 13.000 Euro kosten. Die anderen 50 Prozent bezahlt die Region, die insgesamt 330.000 Euro für das Projekt der zahlreichen Bahnhöfe veranschlagt hat.
Kritiker im Rat beanstandeten die Kosten und vertraten die Auffassung, dass die eigentlich zuständige Bahn sich aus der Verantwortung stehlen könne. Dem widersprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Toboldt: „Bei größeren Sachen bleibt der DB Service zuständig.“ Bei lediglich fünf Gegenstimmen wurde das Projekt als sinnvoll eingestuft – auch wenn laut Lehrke „keine 24 Stunden-Betreuung“ garantiert werden könne.
Der CDU-Ratsherr Wolfgang Ostermeyer schlug vor, den zukünftigen Mitarbeiter im städtischen Bauhof zu integrieren. Es müsse aber auch sichergestellt werden, dass sich der Kümmerer bei der Bahn Gehör verschaffen könne.
Die bisher überwiegend vom städtischen Bauhof geleistete Arbeit bedeutet für den lokalen Kümmerer künftig die Pflege und Aufsicht über die Grünflächen und Bushaltestellen, beispielsweise auch die an der Kooperativen Gesamtschule.
Um die Sauberkeit und Sicherheit des Bahnhofsumfeldes soll sich für drei Jahre ein "lokaler Kümmerer" bemühen.