„Kriegsbraut“ – eine verbotene Liebe in Afghanistan

Der Autor und Journalist Dirk Kurbjuweit liest am 6. April im Amtshof aus seinem Roman „Kriegsbraut“ vor. (Foto: Sabine Sauer)

Autor und Journalist Dirk Kurbjuweit liest im Amtshof

GROSSBURGWEDEL (r/jk). Auf Einladung der Bücherei Großburgwedel ist am Mittwoch, 6. April, der Journalist und Schriftsteller Dirk Kurbjuweit zu Gast, um sein im März erschienenes Buch „Kriegsbraut“ vorzustellen. Die Lesung findet ab 19.00 Uhr im Amtshof, Auf dem Amtshof 8, statt (Einlass ist um 18.30 Uhr). Eintrittskarten sind in der Bücherei Großburgwedel (Tel. 05136/88972) und der Buchhandlung C. Böhnert zu 10 Euro, ermäßigt 5 Euro erhältlich.
Zum Inhalt des Buches „Kriegsbraut“: Die junge Esther beschließt, Soldatin zu werden, um ihrem bislang ziellosen Leben Halt zu geben. Bald wird sie nach Afghanistan geschickt. Staub, betäubende Hitze und eine trügerische Langeweile, in der stets Anschläge drohen, bestimmen die Tage im Bundeswehrcamp. Als Esther die Chance bekommt, Patrouillenfahrten in die Berge zu machen, lernt sie ein wildes, schönes, aber unnahbares Land kennen - und trifft auf den rätselhaften Schulleiter Mehsud. Zögerlich verlieben die beiden sich und beginnen eine zarte, riskante Beziehung gegen alle Regeln, die militärischen wie die afghanischen. Schnell werden ihre Treffen zur Gefahr und Esther steht vor einer Entscheidung: Was muss sie tun, damit die unwägbare Liebe zu Mehsud eine Zukunft hat? Ebenso bildhaft wie realistisch schildert Dirk Kurbjuweit die ferne, fremde Welt Afghanistans, in der Esther erstmals begreift, wie der Krieg sich in die Herzen der Menschen frisst - und in der sie sich endlich ihrem eigenen Leben stellen muss. Ein kraftvoller, spannungsreicher Roman, der vor packendem zeitgeschichtlichen Hintergrund die Frage stellt, was wirklich zählt.
Dirk Kurbjuweit, geb. 1962, studierte nach dem Abitur Volkswirtschaftslehre und besuchte die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft. 1988 erhielt er von der Heinz-Kühn-Stiftung ein dreimonatiges Auslandsstipendium in Sambia. Von 1990 bis 1999 war er Redakteur bei der Zeit, ab 1999 beim Spiegel. Ab 2002 folgte die stellvertretende Leitung des Berliner Hauptstadtbüros des Spiegels, danach war er Autor. Ab Juli 2007 leitete Kurbjuweit zusammen mit Georg Mascolo das Spiegel-Hauptstadtbüro. Seit Januar 2008 ist Kurbjuweit alleiniger Leiter des Spiegel-Hauptstadtbüros. Für seine Reportagen erhielt er 1998 und 2002 den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Darüber hinaus ist er auch als Autor von erzählerischen Werken, Sachbüchern und Drehbüchern (zusammen mit dem Regisseur Jobst Oetzmann sowie dem Filmmusik-Komponisten Dieter Schleip verwirklicht) hervorgetreten. 2010 wurde der von ihm erfundene Begriff „Wutbürger“ zum Wort des Jahres gewählt.
Weitere Werke des Autors: 1995 „Die Einsamkeit der Krokodile“ (Roman) - in 2001 verfilmt, 1998 „Schussangst“ (Roman) – in 2002 verfilmt, 2001 „Zweier ohne“ (Novelle) – in 2008 verfilmt, 2003 „Unser effizientes Leben. Die Diktatur der Ökonomie und ihre Folgen“ (Sachbuch), 2004 „Nachbeben“ (Roman), 2005 „Operation Rot-Grün - Geschichte eines politischen Abenteuers“, 2008 „Nicht die ganze Wahrheit“ (Roman) - als Taschenbuch neu im März 2011, 2009 „Angela Merkel“.