Konfirmationen in der Paulus-Gemeinde

Gottesdienst vom vergangenen Jahr wird morgen nachgeholt / Weiterer Termin im Juni

Burgdorf (fh). Ihre Konfirmandenzeit hatten die Jugendlichen in der St.-Paulus-Gemeinde fast abgeschlossen, als im vergangenen Frühjahr die Corona-Epidemie begann. Doch ausgerechnet der krönende Abschluss, die für Ende März 2020 geplante mehrtägige Freizeit, musste abgesagt werden – und wenig später dann auch die Konfirmation selbst. Am morgigen Sonntag, 9. Mai, wird der Gottesdienst nun nachgeholt. Obwohl sie im Moment eigentlich in Elternzeit ist, wird Pastorin Annabell Demera ihn leiten. „Die Jugendlichen hatten ja bei mir den Unterricht und es wäre seltsam für sie, wenn sie jetzt von einer für sie fremden Person konfirmiert würden“, sagt sie.
Im Paulus-Kirchenzentrum sind unter Einhaltung der Abstandsregeln derzeit höchstens 60 Besucher zugelassen. Zum Konfirmationsgottesdienst dürfen die Jugendlichen jeweils acht Gäste einladen. Damit trotzdem viele Verwandte und Freunde daran teilhaben können, bietet die Paulus-Gemeinde eine Live-Übertragung im Internet an. „Das übernehmen zwei unserer Teamer, also junge Ehrenamtiche, die sonst Freizeiten begleiten oder andere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche mitorganisieren und betreuen“, so Demera.
Im vergangenen Jahr hatte sie sich mit den Familien der Konfirmanden abgestimmt und gemeinsam hatten sie entschieden, die Konfirmation um ein ganzes Jahr zu verschieben. Auch in der Hoffnung, dass in im Frühling 2021 zumindest wieder kleine Feiern mit Verwandten möglich sein würden und zu den Gottesdiensten wieder mehr Besucher kommen könnten. Obwohl die ersehnten Lockerungen aufgrund der zweiten und dritten Infektionswelle und der Virusmutationen ausgeblieben sind, halten die allermeisten jetzt an dem Termin fest. „Ich bin sehr froh, dass die Jugendlichen und ihre Eltern trotzdem guten Mutes sind“, so Demera.
In den vergangenen Wochen hat sie zusammen mit den Eltern den Vorabendgottesdienst für den heutigen Samstag vorbereitet. „Wir haben uns dafür im kleinen Kreis mit viel Abstand und Maske im Paulus-Kirchenzentrum getroffen und alle haben sich sehr engagiert eingebracht“, sagt sie. Diese Treffen seien für alle Beteiligten wichtig gewesen. „Schließlich ist eine Konfirmation auch mit Emotionen verbunden, erst recht in der gegenwärtigen Situation. Da ist es schön, sich im Vorfeld noch mal persönlich zu sehen und austauschen zu können“, so die Pastorin.
In diesem Jahr schließen 15 Jugendliche ihre Vorbereitungszeit ab. Die eine Hälfte will sich im Juni von Pastor Axel Kawalla konfirmieren lassen, der Demera während der Elternzeit vertritt und in dieser Zeit auch den Konfirmandenunterricht übernimmt. Die andere Hälfte wartet bis zum nächsten Jahr ab.
Schon die Konfirmandenzeit verlief für diesen Jahrgang ganz anders, als sonst üblich. Statt Präsenzunterricht gab es Zoom-Konferenzen oder Spaziergänge zu zweit. „Außerdem haben die Jugendlichen bei den Gottesdiensten mitgewirkt“, erläutert Kawalla.

Konfirmanden in der St.-Paulus-Gemeinde

9. Mai (Pastorin Anabell Demera)

Robin Neuschulz, Sascha Georg Probst, Milan Cedric Thiele, Jonas Wojda.


20. Juni (Pastor Axel Kawalla)

Louis Rosengart, Mariella Holk, Alexander Dreblow, Niels Kronfeld, Marcel Kiemann, Finn Kupisch, Elias Kirstein, Jonas Struß.