Kommunen bilden Leader-Region

Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Isernhagen wollen sich für EU-Förderprogramm bewerben

Burgdorf (fh). Die Kommunen Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Isernhagen wollen eine Leader-Region bilden und sich gemeinsam für das gleichnamige Förderprogramm der Europäischen Union (EU) bewerben. Ziel dieses Programms ist es, die Entwicklung im ländlichen Raum zu unterstützen. Dafür können unter anderem soziale, wirtschaftliche, kulturelle und touristische Projekte bezuschusst werden.
Die nächste Förderperiode beginnt 2023 und den vier Kommunen bleibt deshalb nicht mehr viel Zeit für ihre Bewerbung. Im ersten Schritt müssen sie jetzt ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) erstellen lassen, das die Stärken und Schwächen der beteiligten Kommunen analysiert, ein gemeinsames Leitbild formuliert und bis zu acht Handlungsfelder benennt. Es muss bis zum 30. April 2022 vorliegen. "In Anbetracht der umfangreichen Anforderungen an das REK ist das Zeitfenster sehr klein", betont die Burgdorfer Stadtverwaltung.
Die Politiker im Burgdorfer Rat haben kürzlich einstimmig beschlossen, ein solches Konzept bei einem Planungsbüro in Auftrag zu geben. Entsprechende Beschlüssen werden derzeit auch in Burgwedel, Lehrte und Isernhagen gefasst. Die Kosten für das Konzept müssen die Kommunen nicht komplett aus eigener Tasche bezahlen, sondern können vom Land Niedersachsen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 70.000 Euro beziehungsweise 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten erhalten.
Die Gemeinde Uetze hat mit dem EU-Förderprogramm in den zurückliegenden Jahren gute Erfahrungen gemacht. Sie bildet seit 2015 zusammen mit den Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel sowie dem Celler Ortsteil Altencelle die Leader-Region Aller-Fuhse-Aue. Gefördert wurden dort beispielsweise Sanierungen von denkmalgeschützten Gebäuden und ihre Umgestaltung zu Begegnungszentren, Vorhaben der örtlichen Heimatvereine sowie Projekte für Umweltschutz und Naherholung. Auch die Gemeinde Uetze und ihre Partner wollen sich für 2023 wieder bewerben.
Trotzdem rechnen sich Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Isernhagen gute Chancen aus, ebenfalls zum Zuge zu kommen. Denn bei einer Auftaktveranstaltung zum Start des Bewerbungsverfahrens habe das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitgeteilt, dass anders als in der laufenden Förderperiode künftig eine Beteiligung aller Regionen in Niedersachsen gewünscht sei und ein flächendeckender Ansatz angestrebt werde.